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Seat: Jäh gebremster Erfolg

Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andreas Grimm

Auslieferungsboom, steigende Auftragseingänge, neue Modelle – die nötigen Zutaten für ein weiteres erfolgreiches Jahr hatten die Seat-Händler bereits im Sack. Dann kam das Corona-Virus – und plötzlich sind viele Fragen offen.

Seat will mit der vierten Generation des Leon an alte Erfolge anknüpfen.
Seat will mit der vierten Generation des Leon an alte Erfolge anknüpfen.
(Bild: Seat)

Beim Blick in die Neuzulassungsstatistik für den Februar kommen den Seat-Händlern die Tränen: Die Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts sehen das Fabrikat in einem rückläufigen Markt mit 25 Prozent im Plus. Die Freude – lange vorbei. Da hilft es auch nicht, dass der Auftragseingang bereits deutlich über Soll lag. Das aus Händlerkreisen vernehmbare Absatzziel der Marke in Deutschland von 150.000 Einheiten hatte vor diesem Hintergrund trotz der prognostizierten rückläufigen deutschen Neuzulassungszahlen nicht utopisch geklungen. Um acht Prozent hätten die Verkäufe nochmals zulegen müssen – fast schon geschenkt angesichts der stürmischen Entwicklung der letzten Monate.

Derzeit herrscht im Schauraum Ruhe, ob vor oder nach dem Corona-Sturm ist wohl Ansichtssache. Fakt ist, dass Seat Deutschland es „aufgrund der aktuellen Situation nicht für angemessen hält“, Antworten auf Fragen zu veröffentlichen. Nach innen, mit den Partnern, wird allerdings rege kommuniziert, beruhigt Benno Schulz, Sprecher des Händlerbeirats. In einem intensiven Austausch hatten sich beide Seiten auf ein umfassendes Maßnahmenpaket geeinigt, das insbesondere darauf abzielt, die Liquidität der Betriebe zu erhalten. Besonders positiv hat er das Bekenntnis des Importeurs zum Handel registriert. Der Tenor: Die Partner würden als Kontaktpunkt zum Kunden gebraucht, Seat wolle alle Händler durch die Krise bringen.