Seat ruft Fahrzeuge wegen Kindersicherung zurück

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Andreas Grimm

Die spanische VW-Tochter ruft zahlreiche Modelle wegen eines möglichen Mangels an der Kindersicherung zurück. Weltweit sind gut 30.000 Mii, Toledo, Ibiza und Leon betroffen. Damit zieht das Problem selbst immer weitere Kreise.

(Bild: Grimm / »kfz-betrieb«)

Seat ist ebenfalls vom schon länger laufenden Kindersicherungsrückruf im VW-Konzern betroffen. Wie ein Sprecher des deutschen Importeurs einräumte, müssen hierzulande an 6.529 Mii, Toledo, Ibiza und Leon des Modelljahres 2016 die manuellen Sicherungen der hinteren Türschlösser überprüft werden. Weltweit sind den Angaben zufolge 30.325 Einheiten betroffen.

Der Seat-Rückruf steht in engem Zusammenhang mit weiteren Rückrufen im Volkwagenkonzern. Wie bereits gemeldet, kann sich die Kindersicherung in den betroffenen Fahrzeugen – bislang waren Modelle von VW und Skoda bestätigt – bei Fahrten auf holprigem Untergrund unbemerkt deaktivieren.

In der Vertragswerkstatt wird überprüft, ob das Schloss aus dem betroffenen Herstellungszeitraum vom 1. Dezember 2015 bis zum 31. Januar 2016 stammt. „Wenn ein Austausch eines Schlosses erforderlich ist, kann dies bis zu einer Stunde dauern“, sagte der Sprecher.

Die durchgeführte Rückrufaktion werde sowohl im Serviceheft als auch mit einem Aufkleber in der Nähe des Bordwerkzeuges dokumentiert, erkennbar am Aktionscode „58D1“. Dem Hersteller liegen nach eigenen Angaben keine bekannten Fälle vor, bei denen es aufgrund des Mangels Geschädigte gegeben hat.

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