Sechs Tipps für den Wintercheck

Seite: 2/2

Firmen zum Thema

5. Karosserie und Unterboden

Im Winter strapazieren Streusalz, Eis und Schnee insbesondere Lack und Unterboden. Bestehende Lack- oder Rostschäden oder Stellen, an denen demnächst Probleme auftreten könnten, sollten dokumentiert werden. Ist das Fahrzeug angehoben, sollte der Mechatroniker außerdem einen Blick auf den Unterboden werfen und diesen samt den Bremsleitungen kontrollieren.

Darüber hinaus empfiehlt es sich, die Dichtungsgummis und Schlösser der Türen zu prüfen, um ein mögliches Zufrieren zu verhindern. Und insbesondere im Herbst gilt es, die Ablaufkanäle freizuhalten und von Laub und Schmutz zu befreien. Sonst staut sich das Wasser, das sich dann einen anderen Weg sucht und im schlimmsten Fall in den Innenraum läuft.

6. Fahrwerk- und Lenkungsteile

Es bietet sich häufig an, den Wintercheck gemeinsam mit dem ohnehin fälligen Räderwechsel durchzuführen. Dabei sollte der Mechatroniker Profiltiefe, Beschädigungen und Luftdruck der zu montierenden Reifen kontrollieren. Außerdem sollte das Reifendruckkontrollsystem (RDKS) selbst und die Batterien der Sensoren geprüft werden.

Sind die Reifen unten, sollte der Verschleiß von Bremsbelägen und -scheiben kontrolliert werden. Außerdem empfiehlt es sich, Bremsschläuche sowie die komplette Anlage auf Beschädigungen, Korrosion und eventuelle Undichtigkeiten zu checken. Zu guter Letzt sollte der Siedepunkt der Bremsflüssigkeit nach Herstellerangaben überprüft werden.

Da das Fahrzeug ohnehin angehoben ist, sollten Fahrwerks- und Lenkungsteile überprüft werden. Das Augenmerk sollte außer auf verschlissenen Teilen auf vermeintlich intakten Dichtungen liegen. Denn Schäden können binnen Tagen entstehen. Salz, Nässe und Schmutz beschleunigen diesen Prozess zusätzlich. So lassen beispielsweise defekte Lenkmanschetten die Zahnstange korrodieren, was die hydraulischen Dichtungskomponenten im Lenkgetriebe irreparabel schädigt. Der Austausch des kompletten Lenksystems lässt sich dann nicht mehr verhindern.

Viele Schäden an den Dämpfern sieht der Experte bereits mit dem bloßen Auge. Gerade auch die Peripherie leidet – etwa Staubschutzrohre, Anschlagpuffer, Gummimanschetten und Kunststoffelemente. Sie alle können verschleißen, schadhaft werden oder sogar komplett verloren gehen. Insbesondere niedrige Temperaturen sorgen dafür, dass Materialien aller Art verspröden oder durch Frostbildung sogar regelrecht aufgebrochen werden.

(ID:46964292)

Über den Autor

 Jakob Schreiner

Jakob Schreiner

Redakteur Ressort Service & Technik