Service Award 2012: Die Brummi-Late-Night-Show

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Dass man sich andererseits den Großen in gewisser Hinsicht annähert, ist keineswegs von Nachteil. Der Unterschied zu manch anderem: Hoppegarten ist über die Jahre kontinuierlich und solide gewachsen – kein Retortenbetrieb, den man fix und fertig auf die grüne Wiese gestellt hat. 1991 mit 35 Mann gestartet, ist er zum erfolgreichen Serviceprofi mit 140 Mitarbeitern gewachsen – mittlerweile auch mit Service und Verkauf für Pkw mit dem Stern. Das seien alles „feste“ Mitarbeiter, betont der Chef, keine Externen. „Bei uns gibt’s alles aus einer Hand“, definiert er den eigenen Anspruch. Das hat unter anderem zur Folge, dass er nahezu sämtliche Leistungen im Haus abdecken kann und auch zum Beispiel noch Aggregate wie Motoren und Getriebe instand setzt, wo andere bereits zum Tauschteil greifen. Der Vorteil für den Kunden: Er spart sich Kosten und dankt es mit Loyalität.

Ebenfalls beeindruckend gewachsen ist ein weiterer Baustein des Hoppegarten-Erfolgsmodells: das Mobilitätsangebot der Brandenburger. Vermiet- und Ersatzfahrzeuge bietet jeder, klar. Aber satte 160 eigene Modelle im Angebot zu haben, nötigt einen gewissen Respekt ab. Der Kunde braucht auf die Schnelle eine Allradzugmaschine? Kein Problem! Oder einen Dreiachs-Muldenkippanhänger? Klar gibt’s den! Oder gar einen Betonmischer? Logo, bei Hoppegarten jederzeit zu haben. Dank dieser umfangreichen Fahrzeugofferte sind Kunden nicht nur bei einem Ausfall ihres Fahrzeugs rasch wieder mobil. Sie können so auch zum Beispiel eigene Kapazitätsspitzen im Transport bequem mit Leihfahrzeugen und -Trailern abdecken. Das Alles-aus-einer-Hand-Prinzip lässt grüßen.

Und kommen die Fahrzeuge einmal nicht mehr „freiwillig“ und aus eigener Kraft in den Neuen Hönower Weg 3, sprich, hatten sie eine Panne oder gar einen Unfall, dann holt man sie eben. Wie? Mithilfe eines Abschlepp- und Bergeaufgebots, das sich sehen lassen kann. Ein 2-Tonnen-Plateaufahrzeug, eine 4- sowie eine 6-Tonnen-Ausführung, ein Unterfahrlift mit 25-Tonnen-Nutzlast, außerdem ein ebensolcher für 40 Tonnen, eine Multifunktionssattelzugmaschine, ein Unimog und ein 50-Tonnen-Mobilkran. Damit holen die Hoppegartener selbst die kniffligsten Fälle zielsicher in ihre Werkstatt.

Dass deren Auslastung künftig immer anspruchsvoller wird, ist allen Beteiligten bewusst. Obwohl die Zahl der Werkstattdurchläufe sogar leicht steigt, sinkt der pro Auftrag erwirtschaftete Ertrag – ein Dilemma, das jeder aus der Branche kennt. Mithilfe des Daimer-Unterstützungsprogramms „MMS“ (Mehrmarke mit System) möchte man künftig gezielter Fremdfabrikate ansprechen und so Umsatz und Ertrag sichern bzw. steigern. Als einer der ersten Truck-Works-Partner deutschlandweit hat man die ersten Schritte bereits unternommen. „Uns fliegen hier keine gebratenen Tauben in den Mund“, bringt es Geschäftsführer Wulbusch auf den Punkt. Sind sie jedoch einmal im Haus, scheinen sich die Hoppegartener auf ihre Zubereitung aus Servicesicht vortrefflich zu verstehen.

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