Skoda Fabia Combi: Mehr als ein Lastenträger
Der tschechische Hersteller legt bei seiner zweitwichtigsten Baureihe nach. Die Kombiversion des Fabia vereint Design-Schick mit einem großen Platzangebot und praktischen Details.
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Skoda gibt sein Möglichstes, um im laufenden Jahr erneut ein Absatzplus zu schaffen. Nur drei Monate nach dem Marktstart der Fabia-Limousine steht der Kombi am 24. Januar, dem bundesweiten „Fabia Combi Tag“, bei den Vertragspartnern. Damit bekommt der Handel ein weiteres gutes Argument im Kampf um die Kunden in die Hand, um etwa gegen den Konzernkonkurrenten Seat Ibiza ST oder aber den Renault Clio Grandtour zu punkten.
Wie das Fabia-Grundmodell greift auch der geräumige Kombi-Ableger auf Technik und Module des VW-Querbaukastens zurück, etwa bei den Motoren und den Infotainment-Systeme. Auf einen Nenner gebracht, bietet der Neue ein bisschen mehr (Platz) und braucht dafür ein bisschen weniger (Kraftstoff): Für die „Combi“ genannte Lastenträgerversion des Kleinwagens werden in Verbindung mit dem 55 kW/75 PS starken Basis-Dreizylinderbenziner mindestens 13.090 Euro fällig.
Die Skoda-Designer haben dem Lasten-Fabia ein schickes Blechkleid geschneidert. Die ausdrucksvolle Front – identisch mit der des Kurzhecks – sorgt schon einmal für Aufmerksamkeit. Charakterisierte man früher das Aussehen des kleinen Kombis eher mit Begriffen wie praktisch oder knubbelig, fallen heute Attribute wie dynamisch oder schick. Großen Anteil hat daran die Seitenlinienführung. Die im Vergleich zum Vorgänger um 3 Zentimeter abgesenkte Dachhöhe sowie die leicht abfallende Dachlinie liegen ganz im Trend. Im Zusammenspiel mit geschickt gesetzten Kanten und den typischen C-förmigen Heckleuchten wirkt der Combi durchaus flott.
Mehr Innenraum, gleiche Außenmaße
Selbst große gewachsene Fondnutzer können trotz niedrigerer Dachhöhe immer noch bequem aufrecht sitzen. Das Platzangebot ist auf allen Plätzen gut. Kein Wunder, schließlich hat der Tscheche in der Breite um 9 Zentimeter zugelegt. Viele Ablagen tragen übrigens zum Wohlfühlen bei. In der Länge bleibt indes fast alles beim Alten. Nur leicht gestreckt (plus 1 Zentimeter) misst er jetzt von Stoßstange zu Stoßstange 4,26 Meter. Innen geht es zumindest in den untersten Ausstattungsniveaus nicht sonderlich schick zu. Alles ist aber gut verarbeitet, die Sitzbezüge sowie Kunststoffverkleidungen sind hier zwar nicht trendy, dafür aber pflegeleicht.
Praktisch will der Fabia auch in anderer Hinsicht sein. Schon die zweite Generation hat mit ihrem großzügigen Gepäckteil gepunktet, die neue legt noch einmal um 25 Liter nach. Jetzt fasst das Ladeabteil in Normalstellung 530 Liter, als Lifestyle-Gefährt ist er also nicht gedacht. Einziger Wermutstropfen: Klappt man die Rückenlehnen um, schafft die dritte Fabia Kombi-Generation nur noch 1.395 Liter, das sind rund 90 Liter weniger als zuvor. Neue, etwas raumgreifendere Rücksitze sowie eine geänderte Bodengestaltung fordern ihren Tribut. Dafür gibt es aber einen zweiten Ladeboden, Verstausysteme für Krimskrams und leider auch eine Stufe beim Umklappen der Rückenlehnen. Ein System, das einen flachen Ladeboden bewirkt, wäre wohl zu teuer für den Kleinwagen gewesen.
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