E-Mobilität So halten Autohändler den Kundenkontakt stabil

Von Krystof Bauch

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Weniger Wartungsaufwand, weniger Kundenkontakt: Das befürchten Händler als Resultat der wachsenden Verbreitung der E-Mobilität – und sehen entsprechende Risiken für die Aftersales-Umsätze. Experten geben Tipps, wie sich dem vorbeugen lässt.

Erwartbar weniger Kundenkontakt durch E-Mobilität vorbeugen: Die Kommunikationsexperten der LDB-Gruppe raten Händlern, sich Kunden als Kompetenzzentren „mit Gesicht“ zu empfehlen.(Bild:  Achter – »kfz-betrieb«)
Erwartbar weniger Kundenkontakt durch E-Mobilität vorbeugen: Die Kommunikationsexperten der LDB-Gruppe raten Händlern, sich Kunden als Kompetenzzentren „mit Gesicht“ zu empfehlen.
(Bild: Achter – »kfz-betrieb«)

Auch höhere Energiepreise werden den Trend zur E-Mobilität nicht brechen – und entsprechend die Auswirkungen auf den Kundenkontakt der Automobilhändler nicht bremsen: Da ist sich Vertriebschefin Doris Gietl vom Kommunikationsdienstleister LDB-Gruppe, der auf den Automobilhandel spezialisiert ist, sicher.

E-Autos müssen seltener zur Wartung und zum Service als Verbrenner. Aber bedeutet das weniger Gelegenheit, um mit den Kunden zu sprechen? Nicht unbedingt, sagt Gietl. Aber der Handel müsse reagieren.

E-Kompetenz als Händler präsentieren

Erfolgsentscheidend sei vor allem, dass Händler ihre Kompetenz in Sachen E-Mobilität gegenüber Kunden herausstellen und sich als fachkundige Ansprechpartner positionieren: „Ihre Kunden sollten wissen, dass es in Ihrem Autohaus Fachpersonal mit fundiertem Know-how rund um die E-Auto-Technologie gibt“, sagt Gietl. Eine Idee könne es deshalb sein, Kunden beim nächsten Werkstattaufenthalt die Ansprechpartner im Unternehmen in Sachen E-Mobilitätsexperten persönlich vorzustellen. „So bekommt die Kompetenz Ihres Betriebs buchstäblich ‚ein Gesicht’.“

Zudem sei es wichtig zu signalisieren, dass die Werkstatt über die notwendige Ausrüstung verfügt, um alle Wartungs- und Reparaturaufgaben an Elektroautos fachmännisch umsetzen zu können. „Machen Sie die Innovationskraft Ihres Autohauses für die Kunden unmittelbar erlebbar“, empfiehlt Gietl. Dies könne beispielsweise in Form einer Werkstattführung oder eines Tages der offenen Tür umgesetzt werden.

E-Mobilität für viele Kunden noch neu

Grundsätzlich gilt für Gietl: Da Elektromobilität für die meisten Kunden noch immer ein unbekanntes Feld ist, sollten Händler einer möglichen Verunsicherung von Interessenten und Käufern durch praxisnahe Kommunikation zuvorkommen. Beispiele könnten Informationen zur Lebensdauer einer Batterie, zur Reichweite des Fahrzeugs, zur Klimabilanz oder bezüglich zu erwartender Service- und Wartungskosten sein.

Auch der digitalen Kommunikation zwischen Autohaus und Kunde komme mit der E-Mobilität eine stetig wachsende Bedeutung zu, sagt Gietl. Bislang seien es vor allem innovationsoffene Zielgruppen, die auf E-Autos umgestiegen sind. Für diese Kunden ist es selbstverständlich, digitale Kommunikationskanäle zu nutzen. Eine große Chance für Autohäuser mit Omnichannel-Strategie: Gerade mit Blick auf die kaufkräftige E-Auto-Kundschaft seien diejenigen Automobilbetriebe klar im Vorteil, die für ihre Kunden über alle digitalen Touchpoints hinweg ansprechbar sind, sagt Gietl.

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