Spezialwerkzeug: Die Qual der Wahl

Redakteur: Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Sämtliche Werkzeuge für alle Fahrzeugmodelle vorzuhalten, ist kaum noch möglich – selbst innerhalb einer Automarke explodiert die Vielfalt. Verschiedene Konzepte helfen Werkstätten, das Problem und damit die Kosten in den Griff zu bekommen.

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Die Vielzahl an Spezialwerkzeugen ist in den Werkstätten kaum noch zu überblicken. Das belastet die Betriebe nicht nur finanziell.
Die Vielzahl an Spezialwerkzeugen ist in den Werkstätten kaum noch zu überblicken. Das belastet die Betriebe nicht nur finanziell.
(Foto: Wenz)

Die Zeiten, in denen ein Mechaniker mit simpelsten Werkzeugen wie Hammer, Zange und Schraubendreher die meisten Arbeiten am Automobil durchführen konnte, sind schon lange vorbei. Heute brauchen die Mitarbeiter in der Werkstatt für nahezu alle Arbeiten Spezialwerkzeuge und spezielles Know-how. Dort, wo früher das Bremsgestänge für die Feststellbremse einfach ausgehängt wurde, muss heute häufig die elektrische Bremse über ein entsprechendes Diagnosesystem deaktiviert werden.

Diese Entwicklung ist kaum mehr aufzuhalten. Zum einen, weil sich der Kunde immer mehr Komfort in seinem Automobil wünscht, zum anderen, weil der Gesetzgeber bei neuen Autos einfach bestimmte Technologien vorschreibt, zum Beispiel das Reifendruckkontrollsystem. Die Vernetzung der einzelnen Komponenten nimmt zu, damit werden die Fahrzeuge immer komplexer. Das wiederum hat Auswirkungen auf das Werkstattgeschäft des Kfz-Gewerbes.