Spindler eröffnet neues Porsche-Zentrum
Einen Betrag im oberen einstelligen Millionen-Euro-Bereich hat die Würzburger Autohausgruppe an ihrem Firmensitz in das neue Porsche-Zentrum investiert. Die Spindler-Gruppe hat hohe Absatzerwartungen.
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Porsche geht in Würzburg mit einem neuen Standort an den Start: Die fränkische Spindler-Gruppe investierte in die Immobilie einen Betrag „im oberen einstelligen Millionen-Euro-Bereich“, wie Geschäftsführer Harald Stoll im Gespräch mit »kfz-betrieb« sagte. Der Umzug in das neue Porsche-Zentrum fand bereits Anfang November statt, die offizielle Eröffnungsfeier wird im Januar folgen. Das neue Porsche-Zentrum Würzburg befindet sich nun nicht mehr im Stadtgebiet, sondern in Autobahnnähe am Rande des Vororts Estenfeld.
Bei dem Zentrum handelt es sich historisch um das vierte Domizil für die Marke in Würzburg. Die Familie Spindler-Krenn ist seit 1950 Vertragspartner, baute bereits mehrfach für Porsche und verlagerte jeweils die Standorte. Das bisherige Porsche-Zentrum eröffnete 1998. „Mit unseren Kapazitäten in Service und Verkauf sind wir dort förmlich aus allen Nähten geplatzt“, sagte Geschäftsführer Stoll. Die Planungen für den neuen Standort liefen sechs Jahre.
Künftig wolle das Porsche-Zentrum Würzburg 160 Neuwagen und 220 Gebrauchtwagen pro Jahr verkaufen, sagte Stoll. Diese Marke werde dank des neuen SUV Macan voraussichtlich schon in diesem Jahr erreicht und solle fortan gehalten werden. „Das zweite Jahr mit dem Macan wird voraussichtlich genauso erfolgreich.“ Bei der Klientel des Standorts seien SUVs besonders stark gefragt. Zudem sei das Gebrauchtwagengeschäft in den vergangenen Jahren stetig gewachsen.
Bisher verkaufte das Zentrum Würzburg jährlich rund 110 Neuwagen und 150 Gebrauchtfahrzeuge. „Langfristig könnte unser Markt bis zu 200 Neuwagen hergeben“, betonte Stoll. Zum Einzugsgebiet gehören die Städte und Landkreise Würzburg, Schweinfurt, Kitzingen und Main-Spessart.
Seine Werkstattkapazitäten verdoppelte das Porsche-Zentrum durch den Umzug von sieben auf 14 Plätze mit Hebebühnen. Die Dialogannahme ist mit zwei Plätzen ausgestattet. Daneben gibt es einen Platz mit Diagnosegeräten und einen Vermessungsplatz.
Die Belegschaft mit insgesamt 30 Mitarbeitern ist eins zu eins mit an den neuen Standort ümgezogen. Geschäftsführer Stoll sieht perspektivisch Personalbedarf: „Ich gehe davon aus, dass wir in Service und Verkauf aufrüsten dürfen und müssen.“
Porsche erneuert derzeit sein Vertriebsnetz in Deutschland und investiert dafür zusammen mit seinen Handelspartnern rund 200 Millionen Euro. In dem Zusammenhang feierten in diesem Jahr zahlreiche modernisierte Porsche-Zentren Neueröffnungen, etwa in Nürnberg, Bad Homburg/Oberursel, Kempten oder Kiel. In Hamburg plant Porsche den Bau zweier neuer Zentren mit einer Investitionssumme von 30 Millionen Euro.
Der Hersteller will mit der Modernisierungsoffensive seinen neuen Modellen Schub geben, wie etwa dem SUV Macan, der seit Frühjahr auf dem Markt ist. Dazu kommen verstärkte Aktivitäten in der E-Mobilität mit dem Cayenne S E Hybrid, dem Panamera S E-Hybrid und dem 918 Spyder. Der Händlerverband sieht aufgrund der Investitionen Belastungen für die Renditesituation der Händler.
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