Ssangyong Rexton: Koreanisches Zugpferd
Die Neuauflage von Ssangyongs Flaggschiffs Rexton wirkt wertiger, die Geräuschentwicklung im Inneraum haben die Koreaner deutlich reduziert. Technisch verändert hat sich allerdings wenig. Und preislich bleibt der Rexton in seinem Segment konkurrenzlos günstig.
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Ab Samstag steht das Ssangyong-Zugpferd Rexton in der vierten Generation bei den deutschen Händlern. Zugpferd in zweierlei Hinsicht: Wie sein Vorgänger darf auch der neue Rexton 3,5 Tonnen hinter sich herziehen. Gleichzeitig soll er das meistverkaufte Ssangyong-Modell hierzulande bleiben. „Die Zuglast in Kombination mit dem Einstiegspreis von 30.990 Euro bleiben die entscheidenden Merkmale des Rexton“, sagt Ulrich Mehling, Geschäftsführer von Ssangyong Motors Deutschland, bei der Präsentation des Fahrzeugs. Geplant sei ein Absatz von rund 1.200 Fahrzeugen.
Der Rexton ist in der Klasse der allradgetriebenen 3,5-Tonnen-Zieher konkurrenzlos günstig – 35.490 Euro werden für die Allrad-Variante in Kombination mit einer Sieben-Gang-Automatik abgerufen. Preislich nah dran ist der Mitsubishi Pajero mit einem Basispreis von 35.990 Euro und ohne Leiterrahmen. Bei dem muss man zwar aufgrund der hohen Steifigkeit Abstriche beim Fahrkomfort und der Crash-Sicherheit machen, erhält im Gegenzug aber eine hohe Zug-Stabilität bei schwerer Anhängelast.
Bei Ssangyong geht man davon aus, dass sich deswegen auch wieder die meisten Kunden für die Fahrzeugkonfiguration mit Allrad und Automatik entscheiden werden. Die Kombinationen von Heckantrieb mit Automatikgetriebe und Allradantrieb mit manueller Schaltung sind zwar auch möglich, dürfen dann aber maximal 2,7 Tonnen ziehen.
Genau das soll der Rexton aber machen: ziehen. „Wir wollen besonders Personen ansprechen, die beispielsweise im Reit- oder Bootsport aktiv sind“, beschreibt Ullrich Mehling die Zielgruppe. Mit deutlich wertigeren Ausstattungsmerkmalen möchte man mit der vierten Rexton-Generation auch Kunden gewinnen, die man vorher nicht erreicht hat. Beim Vorgänger entschieden sich rund 90 Prozent für die höchste Ausstattungsvariante „Sapphire“. Mehling geht davon aus, dass es beim aktuellen Modell eine Verlagerung auf die darunterliegende „Quartz“-Ausstattung geben wird. „Hier bieten wir aber bereits wesentlich mehr als zuvor an“, sagt er.
Um den Rexton an den Mann oder die Frau zu bringen, will Ssangyong das Händlernetz noch ein wenig erweitern. Geplant sind 240 Händler – aktuell steht das Fabrikat bei 222. „Wir erkennen dabei allerdings eine Marktsättigung, die den Prozess verlangsamt“, konstatiert Mehling. Man stehe aber weiterhin mit vielen Händlern in Kontakt, die bereits Interesse gezeigt haben. „Wir sind eine klassische Zweitmarke für Händler, die ihr Portfolio erweitern möchten“, sagt Mehling. Dabei verzichtet Ssangyong auf strenge Vorgaben und betont, dass Händler sich mit einem geringen Invest die Marke ins Haus holen können.
100 Prozent Diesel
Wie seinen Vorgänger wird es auch den neuen Rexton nur mit einem Dieselmotor geben – ein für 2018 in Aussicht gestellter Benzinmotor kommt nicht. „80 Prozent der Ssangyong-Modelle sind Diesel. Da merken wir die aktuelle Debatte und Verunsicherung der Kunden natürlich“, sagt Mehling. Trotzdem wolle man beim Rexton am Selbstzünder festhalten, da ein Benziner für das Fahrzeugsegment kaum eine Marktrelevanz besäße und nicht die vollen 3,5 Tonnen ziehen dürfte.
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