Standzeiten gebrauchter Diesel sinken – Restwerte aber auch
Autohändler bekommen gebrauchte Diesel laut dem aktuellen DAT-„Dieselbarometer“ wieder etwas schneller vom Hof. Von einer Entspannung beim Diesel-Thema kann aber weiter keine Rede sein.
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Der freie Fall von Diesel-Zulassungen in Deutschland war zuletzt schon gebremst worden. Nun sieht die Deutsche Automobil-Treuhand (DAT) in ihrem aktuellen „Dieselbarometer“ weitere Anzeichen für Entspannung – zumindest, was die Standzeiten gebrauchter Selbstzünder betrifft.
Demnach bekamen Händler jene Fahrzeuge im Juni durchschnittlich nach 91 Tagen wieder vom Hof. Das waren satte 16 Tage weniger als im Juni 2018 und generell der Bestwert seit über anderthalb Jahren. Den größten Anteil der insgesamt 186.000 Diesel-Besitzumschreibungen machten im Juni Fahrzeuge mit Euro-6-Norm aus. 39 Prozent entfielen auf jene Gruppe. Gut ein Drittel (34 %) waren gebrauchte Selbstzünder mit Euro-4-Norm oder kleiner, der Rest (27 %) entfiel auf Euro-5-Modelle. Ein gebrauchter Benziner stand im Juni den Daten zufolge durchschnittlich 82 Tage beim Händler.
An anderer Stelle kann dagegen weiter nicht von Diesel-Entspannung die Rede sein: Die Restwerte sind weiter gesunken. Ein drei Jahre alter Selbstzünder mit einer Laufleistung zwischen 45.000 und 60.000 Kilometer war zuletzt laut DAT-Analyse im Mittel noch 52,4 Prozent seines Neupreises wert. Das waren 0,5 Prozentpunkte weniger als vor einem Jahr und der schlechteste Wert im bisherigen Jahresverlauf.
Auch Benziner-Restwerte sinken
Auch bei gebrauchten Benzinern verlief die Entwicklung ähnlich. Ihr durchschnittlicher Restwert betrug zuletzt 57 Prozent. Im Juni 2018 waren es noch 57,6 Prozent gewesen. Die DAT weist darauf hin, dass bei den Gebrauchtwagen-Verkaufspreisen regionale, hohe Abweichungen je nach Fabrikat möglich sind. Die dargestellten Werte zeigen den markenübergreifenden Bundesdurchschnitt.
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