Im ersten Halbjahr 2023 verbuchte das KBA vom noch recht jungen Staria rund 1.200 Neuzulassungen. Der Neun- bzw. Siebensitzer hat jedoch noch jede Menge Potenzial, um im Segment der Utilities weiter nach vorn zu fahren.
Während die meisten Automobilhersteller ihre Großraumwagen aus dem Programm genommen haben oder das Nachfolgemodell als SUV präsentieren, platziert Hyundai mit dem Staria einen Van mit einer ganz besonderen Note.
(Bild: Wolfgang Michel – VCG)
„Ihr Auto sieht ja aus wie so ein Zukunftsmobil“, sagte die Kassiererin im Rewe-Shop der Aral-Tankstelle, als sie nach draußen blickte. Die Antwort des Kunden bzw. Autors lautete: „Das Auto ist ein Gegenwartsmobil.“
Dieser Dialog steht stellvertretend für die vielen sympathischen Reaktionen auf das Fahrzeug während unserer Testfahrten. Vor allem Familien nahmen den Großraumvan genauer in Augenschein. Nachdem sie aufgrund des auffälligen Designs am Bus „hängen geblieben“ waren, galt ihr Interesse vor allem dem Innenraum sowie dem Antrieb. Einige tippten gar auf einen Elektromotor.
Die Feedbacks waren durchweg positiv, was bei unserem siebensitzigen Testwagen unter anderem an den beiden Relax-Liegesitzen in der mittleren Sitzreihe lag. Hier können die Passagiere nicht nur Sitzkissen, Rückenlehnen sowie Beinstützen elektrisch verstellen, die Relax-Sitze erlauben auch eine Liegeposition.
Manch ein Passant fragte sogar nach dem Ursprung des Fahrzeugnamens. Da der Autor die Erläuterungen des Herstellers dazu erst nach Rückgabe des Testwagens gelesen hat, liefert er die Antwort jetzt korrekt nach: Den Modellnamen erklärt Hyundai wie folgt: „Star“ deutet die zukunftsweisenden Technologien des Modells an. „Ria“ steht in der Geografie für ein längliches, tief ins Land einschneidendes Areal, geformt durch die Überflutung eines ehemaligen Flusstals, und bezieht sich auf die stromlinienförmige Silhouette des Fahrzeugs.
Optische Auffälligkeiten, technische Highlights
Apropos Silhouette: Vor allem die Front zieht die Blicke an. Verständlich, denn hier zeigt sich der Staria von seiner auffälligsten Seite. Jedoch gibt es rund um das Fahrzeug viele weitere Designdetails. Vor allem dann, wenn es sich wie bei unserem Testwagen um die Ausstattungsvariante „Signature“ handelt: angefangen bei den Chromleisten um die würfelförmigen LED-Projektionsscheinwerfer über das Hyundai-Logo in Kupferoptik bis zu den dominanten Außenspiegeln und den schicken zweifarbigen Türgriffen. Hingucker sind auch die kupferfarbenen 18-Zoll-Alufelgen (Trapezdesign) sowie die LED-Rückleuchten. Die besondere Staria-Note wird an den unterschiedlichsten Stellen sichtbar.
Zudem lassen sich in dieser Ausstattungsvariante sowohl die beiden Schiebetüren als auch die Heckklappe elektrisch öffnen und schließen. Der Komfort setzt sich im Innenraum fort. Ob Ledersitze (beheiz- und belüftbar), Ambientebeleuchtung (64 Farben), Dachhimmel in Wildlederoptik, Bose-Soundsystem (zwölf Lautsprecher), Voll-LED-Projektionsscheinwerfer, Akustik-Frontscheibe, Sportpedale in Aluminiumoptik, Staufach in der Mittelkonsole – Augen und Ohren bekommen Hochwertiges zu sehen bzw. zu hören.
Stichwort hören: Der Staria verfügt sogar über kabellose Gurtwarner. Somit warnt das Fahrzeug bei nicht geschlossenen Gurten auf allen Sitzplätzen. Laut Hersteller kommt diese Technologie weltweit erstmals zum Einsatz.
Lauter Insassenalarm, leiser Dieselmotor
Apropos Warnung: Gewarnt werden solche Fahrer und Fahrerinnen, die beim Verlassen ihres Fahrzeugs gerne einmal Passagiere oder Haustiere vergessen. Der Insassenalarm warnt mit Hupe und Warnblinkanlage, sobald der Wagen verlassen und verriegelt ist, sich aber auf den Rücksitzen noch Insassen befinden. Überwacht wird der Innenraum mittels Ultraschall-Bewegungssensor.
Auf unseren Testfahrten gingen Hupe und Warnblickanlage nach dem Abstellen des leeren Fahrzeugs immer wieder einmal los bzw. an, obwohl sich niemand mehr im Innenraum befand. Mit der OK-Taste am Lenkrad lässt sich der Insassenalarm jedoch bis zur nächsten Fahrt deaktivieren.
Angetrieben wird der Staria in allen Varianten von einem geräuscharmen 2,2 Liter-Dieselmotor mit 130 kW/177 PS (Drehmoment 430 Nm). Den kombinierten Kraftstoffverbrauch gibt der Hersteller bei der Allradversion mit 8,9 Litern pro 100 Kilometer an. Im Eco-Fahrmodus schafften wir auf unseren Testfahrten sogar 8,7 Liter. Der Allradantrieb erfolgt je nach Fahrsituation automatisch. Auf Knopfdruck lässt sich die Kraftverteilung auch fest zu jeweils 50 Prozent auf die Vorder- und Hinterachse festlegen.
Inklusive Achtgang-Automatik und Allradantrieb stehen für die Signature-Testwagen-Variante derzeit rund 60.000 Euro in der Preisliste. Dafür erhält man jedoch ein äußerst auffälliges und komfortables Großraumfahrzeug mit nahezu Vollausstattung. Wer auch mit ein bisschen weniger zufrieden ist: In der Variante Trend (Neunsitzer) startet der Staria ab 48.100 Euro (Frontantrieb).
Stand: 08.12.2025
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Umfassende Serienausstattung
Bereits die Serienausstattung beinhaltet zahlreiche Assistenzsysteme. Das sind unter anderem ein autonomer Notbremsassistent inklusive Fußgänger- und Fahrradfahrererkennung sowie Abbiegefunktion, Autobahnassistent, Fernlichtassistent und Ausstiegswarner. Zudem sind ab Werk Voll-LED-Scheinwerfer, LED-Rückleuchten, die navigationsbasierte adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit Stopp-Funktion und ein digitales Cockpit mit 10,25 Zoll großem Display an Bord. Das serienmäßige Infotainment-System besteht aus einem gleich großen Touchscreen, Navigationssystem, Digitalradio mit DAB+, sechs Lautsprechern, Apple CarPlay, Android Auto, kabelloser Smartphone-Ladefunktion und USB-Ladeanschlüssen in allen Sitzreihen. Das Multifunktionslenkrad ist beheizbar und verfügt über Schaltwippen für das Achtgang-Automatikgetriebe. Eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, ein Smart-Key-System mit Start/Stopp-Knopf sowie ein elektrisch einstell- und höhenverstellbarer Fahrersitz runden das Ausstattungspaket des Staria Trend ab.
Fazit: Mit dem Staria ergänzt Hyundai seine erfolgreiche Modellpalette um einen beeindruckenden und mehr als wettbewerbsfähigem Großraumwagen. Man darf gespannt sein, welche Position sich das Fahrzeug im Ranking der Neuzulassungen in seinem Segment noch erarbeitet. Apropos Arbeit: Importeur und Händler sollten maximal daran arbeiten, den Staria in den potenziellen Zielgruppen bekannt zu machen. Wahrscheinlich ist das im Wettbewerbsvergleich derzeit noch die größte Schwäche.