Nutzfahrzeugmarkt Starkes Wachstum in Europa – wenig Elektroimpulse

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Der Nutzfahrzeugmarkt ist in Europa im Jahr 2023 in allen Fahrzeugklassen deutlich gewachsen. Anders als im Pkw-Bereich kommt die Elektromobilität bei den leichten und schweren Nutzfahrzeugen nicht voran – mit einer Ausnahme.

Lkw, Transporter oder Bus – die Zahl der Auslieferungen im Nutzfahrzeugsektor hat 2023 deutlich zugelegt.(Foto:  MAN)
Lkw, Transporter oder Bus – die Zahl der Auslieferungen im Nutzfahrzeugsektor hat 2023 deutlich zugelegt.
(Foto: MAN)

Die Nutzfahrzeugzulassungen in Europa haben im vergangenen Jahr deutlich zugelegt. In den Ländern der EU, der Efta und in Großbritannien ist dabei sowohl die Zahl der neu angemeldeten leichten Nutzfahrzeuge stark gewachsen als auch die der Trucks und der Busse. Gleichzeitig ist die Elektrifizierung des Transportwesens wieder ein Stück weit vorangekommen.

Das größte Volumen im Nutzfahrzeugsektor stellen weiterhin die leichten Nutzfahrzeuge. In dieser Fahrzeugklasse wurden in den vergangenen zwölf Monaten europaweit 1,87 Millionen Einheiten neu zugelassen. Das waren 15,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Dabei wiesen zwei volumenstarke Märkte – Frankreich (+8,9 %) und Deutschland (+12,1 %) – sogar ein leicht unterdurchschnittliches Wachstum auf. Eine starke Nachfrage herrschte dagegen in Großbritannien (+21,0 %).

Noch etwas stärker fiel das Zulassungsplus bei den Lkw aus. Mittelschwere und schwere Lkw kamen im Jahr 2023 rund 412.000 Mal auf die Straßen. Das waren 16,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Befeuert wurde diese Entwicklung unter anderem von starken Zuwächsen in Deutschland (+24,4 %) und Spanien (+22,3 %). Auf dem britischen Markt ging es durchschnittlich um 16,2 Prozent nach oben. Das deutliche Plus hat nicht zuletzt einen statistischen Hintergrund. Wie auch in den anderen Fahrzeugklassen war das Jahr 2022 noch geprägt von Lieferschwierigkeiten, weshalb sich Auslieferungen ins Jahr 2023 verlagerten.

Im Bussegment kommt ein weiterer Punkt hinzu: die Normalisierung der Reisetätigkeiten. Gleichwohl bleibt das Bussegment eher klein. Knapp 40.000 Einheiten stehen als Neuzulassungen in den Statistiken. Das sind allerdings 22,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor – insofern ist der Omnibus-Markt im vergangenen Jahr an stärksten gewachsen.

Elektroanteil bleibt gering – außer bei Bussen

Angetrieben werden die Nutzfahrzeuge wie bisher überwiegend durch Dieselmotoren. Alternative Antriebsarten haben weiterhin einen schweren Stand, nehmen aber ein wenig Fahrt auf. Bei den leichten Nutzfahrzeugen sank die Quote der reinen Verbrenner (Diesel und Benziner) von 90,9 Prozent auf 89 Prozent. Im Gegenzug legten BEV-Modelle von 6 auf 7,7 Prozent zu. Bei den Bussen kletterte der Elektroanteil von 15 auf 18,1 Prozent (Diesel noch 63,4 %). Marginal ist der Elektroanteil noch bei den Lkw mit 1,0 Prozent. Klassisch dieselgetrieben sind noch 96,3 Prozent der neuen Lkw.

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