China-Importeur Steffen Cost wechselt als CCO zu Elaris

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Mit dem Import von E-Autos aus China will der freie Importeur Elaris seit Jahren in Deutschland Fuß fassen. Nun kommt mit Steffen Cost ein versierter Automanager zu dem Unternehmen, der zuletzt mit China einige Erfahrungen sammelte.

Steffen Cost (Archivfoto) hat als COO von Elaris eine neue Herausforderung gefunden.(Bild:  Great Wall Motor)
Steffen Cost (Archivfoto) hat als COO von Elaris eine neue Herausforderung gefunden.
(Bild: Great Wall Motor)

Der frühere Kia-Chef in Europa und operative Leiter von Great Wall Europa, Steffen Cost, hat eine neue Aufgabe: Wie aus einem Schreiben an Medienvertreter hervorgeht, wird der 57-Jährige Chief Commercial Officer (CCO) beim Importeur Elaris mit Sitz in Bad Dürkheim. Wann Cost mit seiner neuen Aufgabe startet, teilte der Importeur auf Nachfrage nicht mit.

Mit dem Engagement für Elaris bleibt Cost den chinesischen Automobilen treu. Zuletzt hatte er, in der Funktion eines COO, seit dem 1. Juni 2023 die europäischen Aktivitäten von Great Wall mit den Marken Ora und Wey von München aus koordiniert und wollte die Fabrikate im Automobilhandel verankern. Allerdings blieb der Markterfolg der Chinesen zunächst aus. In der Folge verkündete der Hersteller Ende Mai die Schließung seiner Europazentrale. Seither hält Great Wall direkten Kontakt mit den nationalen Importeuren. In Deutschland ist das die Emil-Frey-Gruppe.

Der Automobilimporteur Elaris versucht seit einigen Jahren am Hype rund um die chinesischen Fahrzeuge zu partizipieren und war im Herbst 2020 mit dem Versprechen gestartet, chinesische E-Autos für jedermann in den Vertrieb zu bringen. Dabei stellt Elaris die Autos nicht selbst her, sondern kauft Fahrzeuge von hierzulande unbekannten chinesischen Herstellern zu, die dann in Deutschland vermarktet werden sollen. Doch die Modelle namens Beo, Lenn oder Caro S – alle mit Elaris-Logo auf dem Kühlergrill – haben bislang kaum Abnehmer gefunden.

Vertrieb kommt nicht ins Laufen

Das mag auch an einer bislang wenig stringenten Vertriebsstrategie liegen. Der Importeur hatte sich mal mit dem Portal Autohelden.com zusammengetan, mal mit der Reifenkette Euromaster. Erfolg hatte bislang keine Partnerschaft. Aktuell listet die Elaris-Webseite auch nur sechs Servicepartner und vier Händler auf – und die sind nicht flächendeckend in Deutschland verteilt.

Elaris wurde 2020 von Andreas Matthis und Lars Stevenson gegründet. Letzterer war zuvor Gründer unterschiedlicher Technologie-Unternehmen und war schon länger mit China befasst – unter anderem mit dem Import von Wein aus der Pfalz ins Reich der Mitte. Familiäre Bande sind denn auch ein wesentlicher Pfeiler der China-Aktivitäten, heißt es in einem Artikel über Stevenson, der auf der Elaris-Webseite zu finden ist: Seine Großmutter stamme aus China, er selbst sei von Kindesbeinen an oft in China gewesen, ein Onkel habe für VW den Standort in Schanghai aufgebaut, eine Tante arbeite in der Handelskammer, zwei Cousins bei Auftragsfertigern.

Finanzspezialistin kam bereits im Mai

Vor einigen Monaten hatte Elaris eine weitere Personalie in der Führung verkündet. Bereits seit Mai ist Anna Czwornog Finanzchefin des Unternehmens. Sie war zuvor Finanzmanagerin des Energieunternehmens Getec Energie aus Hannover. Davor war die Polin fast vier Jahre für das Mineralöl-Unternehmen Total tätig, zuletzt als Leiterin im Finanz- und Rechnungswesen.

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