Spoticar Trade Stellantis will größter B2B-Händler unter den OEMs werden

Von Silvia Lulei 2 min Lesedauer

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Stellantis will groß mitmischen im Gebrauchtwagen-Großhandel. Noch in diesem Jahr launcht der Automobilkonzern die B2B-Plattform Spoticar Trade, auf der alle Händler zukaufen können.

Stellantis rollt in Deutschland und in sieben weiteren europäischen Ländern den B2B-Marktplatz Spoticar Trade aus. Nächstes Jahr sollen über die Plattform 400.000 Gebrauchtwagen verkauft werden.(Bild:  Stellantis)
Stellantis rollt in Deutschland und in sieben weiteren europäischen Ländern den B2B-Marktplatz Spoticar Trade aus. Nächstes Jahr sollen über die Plattform 400.000 Gebrauchtwagen verkauft werden.
(Bild: Stellantis)

Stellantis launcht noch in diesem Jahr die B2B-Plattform Spoticar Trade in acht europäischen Ländern (Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Belgien, Niederlande, Österreich und Deutschland; ab 2025 auch in Polen). Zugänglich ist die Plattform nicht nur für Stellantis-Händler, sondern auch für freie und Händler anderer Marken. Xavier Duchemin, Direktor für das globale Gebrauchtwagengeschäft bei Stellantis, kündigte am 3. Juli vor internationaler Presse an, dass Spoticar Trade der größte europäische B2B-Marktplatz eines Herstellers sein wird.

Im nächsten Jahr will Stellantis über Spoticar Trade 400.000 Gebrauchtfahrzeuge handeln, zehn Prozent davon sollen auf leichte Nutzfahrzeuge entfallen. Der Anteil an elektrifizierten Fahrzeugen liegt aktuell bei 15 Prozent und soll im nächsten Jahr auf 25 Prozent steigen. Um Vorbehalte der Endkunden gegen gebrauchte E-Fahrzeuge auszuräumen, werden die Händler ab sofort aktiv Batteriezertifikate anbieten, so Duchemin.

In großen Aufbereitungszentren (hier Mirafiori bei Turin) werden Gebrauchtwagen für den Weiterverkauf aufbereitet und instand gesetzt.(Bild:  Stellantis)
In großen Aufbereitungszentren (hier Mirafiori bei Turin) werden Gebrauchtwagen für den Weiterverkauf aufbereitet und instand gesetzt.
(Bild: Stellantis)

Rückläufer werden zentral aufbereitet

Stellantis betreibt mehrere Aufbereitungszentren in Europa (z. B. Corby in England, Mirafiori in Italien und Hordain in Frankreich). Dort werden Leasing- und Mietrückläufer zentral aufbereitet und an Händler weiterverkauft. Durch effizientes Prozessmanagement sei man dort besonders schnell und günstig in Sachen Aufbereitung, sagt Duchemin. Im Schnitt könne man sieben Prozent des Fahrzeugpreises den Aufbereitungskosten zuschreiben, meint er.

Spoticar Trade bietet zudem einen internationalen Transportservice sowie Möglichkeiten der Einkaufsfinanzierung über Stellantis Fincancial Services an. Verkauft wird über unterschiedliche Auktionsformate bis hin zur Sofortkauf-Option. Übrigens gibt es auf Spoticar Trade alle Stellantis-Marken. Im B2C-Geschäft sind die Premiummarken DS Automobiles und Alfa Romeo ausgeschlossen und unter einem separaten Certified-Label als Gebrauchtwagen erhältlich.

Seit letztem Jahr verkauft Stellantis über Spoticar Direct Gebrauchtwagen direkt an Endverbraucher. Ausgeliefert werden die Fahrzeuge beim lokalen Händler.(Bild:  Stellantis)
Seit letztem Jahr verkauft Stellantis über Spoticar Direct Gebrauchtwagen direkt an Endverbraucher. Ausgeliefert werden die Fahrzeuge beim lokalen Händler.
(Bild: Stellantis)

B2C-Direktgeschäfte auch in Deutschland geplant

Das B2C-Gebrauchtwagengeschäft von Stellantis hat im letzten Jahr in Frankreich, England, Belgien und Italien mit „Spoticar Direct“ eine neue Richtung eingeschlagen: Eine Reihe von Gebrauchtwagen kann dort jeweils über die nationale Spoticar-Website direkt vom Hersteller gekauft werden. Diese Fahrzeuge werden direkt aus den Aufbereitungszentren als Ergänzung zu den Händlerangeboten offeriert. Die Auslieferung an die Kunden erfolgt dann über einen Händler ihrer Wahl und ohne zusätzliche Lieferkosten. Laut Duchemin soll Spoticar Direct auch in Deutschland eingeführt werden. Ein genauer Zeitpunkt steht aber noch nicht fest.

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