Subaru: „Unser Händlernetz wird sich wandeln“

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Beim Subaru-Absatz in Deutschland erwartet Amenda in nächster Zeit keine großen Sprünge. Im vergangenen Jahr waren laut Kraftfahrt-Bundesamt hierzulande 6.963 Autos der Marke neu zugelassen worden. „Ein Absatz von mehr als 7.000 Fahrzeugen ist im Moment nicht realistisch“, so Amenda. „Wir sind limitiert aber robust unterwegs, ambitionierte Ziele wie etwa 10.000 Einheiten geben wir aber nicht aus, auch wenn wir uns das wünschen würden.“ Allerdings sei die Marke nicht rein vom Volumen abhängig. „Entscheidend sind vernünftige Erträge für unsere Händler. Das gelingt nicht allein über Stückzahlen“, so Amenda.

Dass der Subaru-Absatz derzeit stagniert, hat dem Geschäftsführer zufolge zu großen Teilen mit der Liefersituation aus Japan zu tun. „Insgesamt kann der Hersteller die Nachfrage nach seinen Produkten kaum erfüllen und kontingentiert deshalb die Auslieferungen an die einzelnen Regionen“, erklärte der 51-Jährige.

Der Hersteller hat zuletzt angekündigt, die eigene Produktionskapazität erhöhen zu wollen. Subaru Deutschland hofft dadurch ein höheres Kontingent zu ergattern und so seinen Partnern wieder mehr Autos zur Verfügung stellen zu können. Aktuell schätzt Christian Amenda die Situation aber als undramatisch ein: „Die Händler haben aber gelernt, mit der Situation umzugehen, indem sie sauber vordisponieren.“

Nach seinen Informationen beträgt die durchschnittliche Wartezeit auf ein Auto derzeit zwei bis drei Monate. „Natürlich darf sich das nicht verlängern, sonst wird es aus wirtschaftlicher Sicht heikel.“ Mit dem aktuellen Stand sei man beim Importeur aber zufrieden. „Langfristig wollen wir die Liefersituation für unsere Händler verbessern, derzeit können wir in der Hinsicht aber kaum etwas machen“, so Amenda.

Ungewissheit in Sachen E-Mobilität

Auch auf Äußerungen von Subaru-Präsident Yasuyuki Yoshinaga, wonach die Marke in naher Zukunft stark auf Elektromobilität umschwenken will, ging Amenda im Gespräch ein. Er selbst hofft, dass es auch in Deutschland „so schnell wie möglich“ Elektroautos von Subaru geben wird. „Aktuell ist das aber noch völlig offen.“ Zunächst werde die Marke aber nur die USA als Testmarkt für alternative Antriebe nutzen.

Aber auch auf Seiten des Importeurs und der Händler muss sich noch einiges tun, bevor Subaru in Deutschland bei der Elektromobilität mitspielen kann. „Da wir nicht genau wissen, wann es damit bei uns losgeht, ist die Planung natürlich etwas kompliziert. Aber von heute auf morgen werden wir das nicht schultern können“, so Amenda. In seinen Augen muss der Importeur vor allem die technische Unterstützung der Partner sicherstellen. Einen Vorteil auf dem Weg zur Elektrifizierung sieht Amenda darin, dass neben Subaru mit Mitsubishi Deutschland eine weitere Marke zur Emil-Frey-Gruppe zählt, die bei der E-Mobilität bereits deutlich weiter ist. „Wir werden mit Sicherheit versuchen, etwas Know-how aus der Gruppe aufzugreifen“, sagt Amenda.

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