Subaru: „Unser Händlernetz wird sich wandeln“

Autor Christoph Seyerlein

Ende des vergangenen Jahres hatte eine Mitteilung des Subaru-Händlerbeirats für Aufsehen gesorgt, in der es hieß, der Importeur wolle das eigene Händlernetz „unter die Lupe nehmen“. Subaru-Deutschland-Geschäftsführer Christian Amenda erklärt nun, was es damit auf sich hat.

Anbieter zum Thema

(Bild: Seyerlein/»kfz-betrieb«)

Seit Mitte Februar ist Christian Amenda als Geschäftsführer von Subaru Deutschland im Amt. Laut eigener Aussage spürt der Nachfolger von Volker Dannath aus dem Händlernetz „eine große Erwartungshaltung hinsichtlich der Strategie und Akzente, die ich setzen werde“. Die Spannung kommt nicht von ungefähr, hatte es im Netz doch Ende des vergangenen Jahres rumort.

Im November 2016 hieß es in einer Pressemitteilung des Subaru-Händlerbeirats, der Importeur wolle das eigene Händlernetz „unter die Lupe nehmen“. Was genau es damit auf sich hat, blieb allerdings unklar. Im Interview mit »kfz-betrieb« bezog Christian Amenda nun dazu Stellung. „Aus unserer Sicht sind in dem Fall einige Dinge ein wenig missinterpretiert worden“, sagte er. Letztendlich habe Subaru mit der Aktion die Standards bei seinen Partnern überprüfen wollen. Diese seien auch Teil der Verträge mit den Händlern.

„'Unter die Lupe nehmen' hieß konkret: Wer erfüllt die Dinge nicht nur auf dem Papier, sondern auch in der Praxis“, erklärte Amenda. Aktuell beobachte Subaru, „ob man aus den Daten Gründe für Erfolge und Misserfolge unserer Händler herauslesen kann“. Insgesamt seien die Ergebnisse der Überprüfung aber „extrem positiv“ ausgefallen.

Eine Netzbereinigung habe der Importeur laut Amenda nicht im Sinn gehabt. „Es ging lediglich darum, den Status quo festzustellen.“ Dennoch wird sich im Subaru-Netz in naher Zukunft einiges tun. Beispielsweise will der Importeur die Rendite seiner Partner genauer beobachten als bisher. Das hat Amenda zufolge vor allem einen Hintergrund: Einige langjährige Subaru-Partner nähern sich altersbedingt dem Ruhestand, nicht in allen Betrieben ist die Nachfolge bereits geregelt. „Unser Netz wird sich wandeln“, sagt Amenda. Stimme der Gewinn in den entsprechenden Betrieben, lasse sich ein potenzieller Nachfolger leichter von Subaru überzeugen, zeigte sich der Geschäftsführer überzeugt.

Digitaler Wandel noch 2017

Zum Wandel im Netz wird aber auch die Digitalisierung beitragen. Aktuell arbeitet Subaru Deutschland an einer elektronischen Preisauszeichnung, zudem sollen bereits Ende des Jahres einige Marketingelemente in den Autohäusern über Displays eingespielt werden. In den Startlöchern steht zudem ein neues Website-Konzept, unter anderem mit Live-Chat-Funktion. Der Launch hierfür ist ebenfalls noch 2017 geplant.

„Wir müssen einige Dinge ausprobieren, um auf Kundenwünsche passend reagieren zu können“, sagte Amenda. Dabei rechnet er zu Beginn durchaus mit ein wenig Widerstand aus dem Handel, „weil viele unserer Partner sehr traditionell geprägt sind. Aber ich bin optimistisch, dass wir den Händlern schrittweise den Mehrwert neuer Technologien aufzeigen können.“

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

(ID:44699965)