Verkaufswelle abgeschlossen Süverkrüp und Auto Brinkmann übernehmen Mercedes-Niederlassung Lübeck

Von Yvonne Simon 3 min Lesedauer

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Die Mercedes-Benz-Niederlassung Lübeck ist verkauft. Ähnlich wie in Neu-Ulm schlagen mit Süverkrüp und Brinkmann zwei Händlergruppen gemeinsam zu. Die erste Verkaufswelle ist mit dem Standort im Norden nun abgeschlossen.

Die Mercedes-Benz Niederlassung Lübeck wechselt den Besitzer. (Bild:  Mercedes-Benz AG)
Die Mercedes-Benz Niederlassung Lübeck wechselt den Besitzer.
(Bild: Mercedes-Benz AG)

Die Mercedes-Benz-Niederlassung Lübeck wird künftig von zwei Händler-Gruppen in Kooperation geführt: Süverkrüp und Auto Brinkmann übernehmen die Niederlassung mit zwei Standorten in der Hansestadt gemeinsam. Das geht aus einer Mitteilung beider Unternehmen und des Herstellers hervor.

„Die Leitung und Entwicklung des Standorts erfolgt partnerschaftlich durch beide Unternehmen“, heißt es in der Mitteilung. Lübeck soll zum „Leuchtturmstandort“ für Pkw und Vans der Marke Mercedes-Benz ausgebaut werden. Alle 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Niederlassung sollen übernommen werden. Details zum Deal, wie die Investitionssumme, wurden nicht bekannt.

Constantin Niemann, geschäftsführender Gesellschafter der Süverkrüp-Gruppe, erklärt: „Zwei Familienunternehmen mit viel Erfahrung bündeln hier ihre Stärken. Unser gemeinsames Ziel ist es, in Lübeck ein herausragendes Kundenerlebnis zu schaffen und ein attraktiver Arbeitgeber für die Region zu sein.“ Knut Brinkmann, Geschäftsführender Gesellschafter von Auto Brinkmann, ergänzt: „Lübeck ist für uns mehr als ein neuer Standort. Es ist ein gemeinsames Bekenntnis zur Region und zur Stärke von familiär geprägtem Unternehmertum. Wir bündeln unsere Kompetenzen und gestalten den Wandel der Mobilität aktiv mit“.

Bei beiden Gruppen handelt es sich um Mehrmarkenhändler aus dem Norden. Süverkrüp vermarktet bisher an 18 Standorten in Schleswig-Holstein Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz, Smart, Renault, Dacia, Mazda, MG, Xpeng, Fuso und Maxus. Auto Brinkmann hat bislang 12 Standorte, 11 in Mecklenburg-Vorpommern und einen in Geesthacht, Schleswig-Holstein. Neben Mercedes-Benz, Smart und Daimler Truck vermarktet Brinkmann unter anderem Fahrzeuge von Opel, Hyundai, Mitsubishi und Xpeng.

Vierte Niederlassung der aktuellen Welle

Beim Standort Lübeck handelt es sich um die vierte Niederlassung, die Mercedes-Benz in der aktuellen Welle veräußert. Und es ist das zweite Mal, dass zwei Händlergruppen gemeinsam vorgehen: Ende Juni fiel der Startschuss mit dem Verkauf der Niederlassung Ulm/Neu-Ulm an die neu formierte Sterne-Gruppe mit Sitz in Augsburg. Hinter dem Unternehmen stehen die Traditionshändler Kreuter-Medele-Schäfer sowie Abel + Ruf. Anschließend ging die Niederlassung Dortmund an die Jürgens-Gruppe und die Schweizer Merbag erhielt der Zuschlag für die Niederlassung Mainz.

Als besonders wichtige Kriterien bei der Auswahl der Käufer für die Niederlassungen nennt Mercedes-Benz ausgewiesene Expertise im Fahrzeughandel und -service, nachhaltige Investitionsbereitschaft, ein langfristiges unternehmerisches Konzept, wirtschaftliche Stärke und Aufgeschlossenheit gegenüber Arbeitnehmervertretungen.

Erste Welle abgeschlossen

In den letzten Wochen ging es Schlag auf Schlag, jetzt steht steht eine Pause bevor: Die erste Welle der Niederlassungsverkäufe sei mit Lübeck abgeschlossen, heißt es vom Hersteller.

Insgesamt könnte sich der Verkauf der Niederlassungsbetriebe über einige Jahre erstrecken. Denn es geht um eine große Anzahl von Standorten – und die Betriebe dürften für Investoren wirtschaftlich unterschiedlich interessant sein. Zudem ist die wirtschaftliche Gesamtlage derzeit für viele Händler herausfordernd.

Mercedes-Benz hatte Anfang des vergangenen Jahres verkündet, seine rund 80 noch verbliebenen Niederlassungsbetriebe zu verkaufen. Bereits 2015 hatte der Hersteller sein Niederlassungsnetz in Deutschland ausgedünnt und 63 Standorte an Händler verkauft. Nach dem Start in Deutschland ging der Hersteller in anderen Ländern den gleichen Schritt. Dort verfügt Mercedes-Benz nach Konzernangaben kaum noch über eigene Vertriebsstandorte.

In Deutschland gingen im Zuge der Verkaufswelle 2015 Niederlassungsbetriebe an große Namen aus der Automobilwirtschaft. Auch Investoren aus dem Ausland kamen zum Zug wie die Schweizer Händlergruppen Emil Frey und Kestenholz oder die chinesische Lei Shing Hong, die einstige Niederlassungsbetriebe in Ostdeutschland heute unter dem Markennamen Sternauto führt.

Auch mehrere deutsche Händler übernahmen Niederlassungsbetriebe. Die meisten Gruppen sind damit nach wie vor in Eigenregie aktiv. Manch einer dieser Händler wurde seitdem seinerseits wieder übernommen – unter anderem von ausländischen Investoren.

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»kfz-betrieb«-Dossier

Vertriebsnetze – Gute Stimmung, schlechte Stimmung

Der Markenmonitor 2025 beleuchtet, wie zufrieden der Handel mit 28 Marken ist.
(Bildquelle: VCG)

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