»kfz-betrieb« Auto-Check: VW T-Roc 1.5 TSI Der „T-Golf“ vereint das beste aus zwei Welten

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 2 min Lesedauer

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Der T-Roc ist der Golf für das SUV-Zeitalter. Alle Qualitäten des Wolfsburger Bestsellers hat auch der T-Roc zu bieten – plus die entscheidenden Zentimeter mehr Einstiegshöhe und Kopffreiheit.

Stadt, Land, CUV: Volkswagen sieht in seinem T-Roc ein „Crossover Utility Vehicle“. Wir sehen in ihm eine Verbindung der Vorteile von Kompaktwagen und SUV.(Bild:  Rosenow – VCG)
Stadt, Land, CUV: Volkswagen sieht in seinem T-Roc ein „Crossover Utility Vehicle“. Wir sehen in ihm eine Verbindung der Vorteile von Kompaktwagen und SUV.
(Bild: Rosenow – VCG)

SUVs überwiegen mittlerweile im Testfuhrpark von »kfz-betrieb«. Wenn man dann nach langer Zeit mal wieder in ein „normales“ Auto einsteigt und sich mühsam in den tief liegenden Sitz herablassen muss, dann spürt man es direkt im Rücken, das Erfolgsgeheimnis der SUVs: den bequemen Ein- und Ausstieg. Und so ist es kein Wunder, dass der T-Roc, den VW selbst als CUV (Crossover Utility Vehicle) bezeichnet, mit dem Golf bei den Verkaufszahlen bereits gleichgezogen hat.

Umso schöner, dass der kompakte Fünftürer die Nachteile, die Kritiker dem SUV-Segment gern nachsagen, gar nicht aufweist. Der T-Roc ist gerade einmal neun Zentimeter höher und kaum schwerer als der vergleichbar motorisierte Golf. Im Alltag gefällt er mit einem leichtfüßigen Handling und lässt den konzeptbedingt höheren Schwerpunkt kaum spüren. Die gut verarbeitete, stabile Karosserie kommt völlig ohne Knarz- und Klappergeräusche daher und bietet ausreichen Platz für vier Personen – wenn auch für Menschen mit langen Beinen der hintere Knieraum etwas zu knapp ausfällt.

Der Testwagen besaß elektronisch verstellbare Dämpfer, deren unterschiedliche Kennlinien sich gut spüren ließen. Im Modus Komfort bügelte die Federung praktisch alle Unebenheiten glatt, ohne den Wagen in unangenehme Wankbewegungen zu versetzen. Stellung Sport hingegen macht den T-Roc gefühlt zum GTI mit satter Straßenlage und direktem Fahrgefühl.

Mit dem 110 kW/150 PS starken Vierzylinder-TSI, der sich auch auf der Autobahn selten mehr als 6,5 Liter pro 100 Kilometer genehmigte, und den sehr bequemen Vordersitzen zeigte sich der T-Roc als echtes Langstreckentalent. Dafür ist auch das ordentliche Tankvolumen mitverantwortlich – 55 Liter reichen locker für 800 Kilometer ohne Tankstopp.

Nur bei der Bedienung macht es VW seinen Kunden weiterhin schwer: Die Menüstruktur ist unnötig verschachtelt, ein direkter Wechsel zwischen Medien- und Navigationsansicht nicht möglich. Das Navi brauchte zudem nach jedem Fahrzeugstart 30 Sekunden zum Booten – das ist uns noch bei keinem anderen Fahrzeugtyp so begegnet. Der Klimaanlage hat VW zwar immerhin in ein eigenes Bedienfeld zugestanden. Dieses besteht aber lediglich aus einer glatten Fläche mit Sensortasten und den unpraktischen Slidern für die Temperatur- und Gebläseregelung. Dann doch lieber eindeutige Schaltflächen im Touchscreen.

Doch die Bedienung ist letztlich der einzige echte Nachteil des T-Roc. Davon abgesehen profiliert er sich als hochsolider und alltagstauglicher Kompaktwagen mit zusätzlichem Fahrspaßpotenzial per Knopfdruck. Und wer weiß, vielleicht übernimmt er irgendwann die Rolle des Golfs als Inbegriff des klassenlosen Fahrzeugs für jedermann.

Was uns sonst noch bei den Probefahrten mit dem „T-Golf“ aufgefallen ist, lesen Sie in der Bildergalerie:

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