Chinesische Gebrauchtwagen Teils sehr gefragt, teils ziemliche Langsteher

Von Andreas Grimm 4 min Lesedauer

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Mit einiger Verzögerung kommen die chinesischen Modelle nun auch im Gebrauchtwagenmarkt an. Letztlich steht der Handel vor den üblichen Herausforderungen in der Vermarktung – doch einige Eckdaten mahnen zu besonderer Vorsicht.

Gebrauchte MG-Modelle kommen zunehmend auf den Markt. Gleichzeitig sind Fahrzeuge anderer chinesischer Hersteller immer öfter auf Online-Plattformen und auf Händlerhöfen zu finden.(Bild:  Wehner)
Gebrauchte MG-Modelle kommen zunehmend auf den Markt. Gleichzeitig sind Fahrzeuge anderer chinesischer Hersteller immer öfter auf Online-Plattformen und auf Händlerhöfen zu finden.
(Bild: Wehner)

Chinesische Gebrauchtwagen sind noch eine Nische des deutschen Sekundär-Pkw-Markts. Dennoch sind sie inzwischen wahrnehmbar, wie aus Daten von Autoscout 24 hervorgeht. Wie sich Nachfrage und Preis der Gebrauchten von Aiways bis Xpeng inzwischen entwickeln, haben die Statistiker der Plattform genauer betrachtet. Insgesamt ist derzeit etwa 1 Prozent des Angebotsbestands auf der Plattform chinesischen Herstellern zuzuordnen. Allerdings sind davon wiederum rund die Hälfte Neuwagen.

Zu finden ist auf der Plattform eine Vielzahl an chinesischen Marken, wobei MG naturgemäß den größten Anteil hat. Das chinesisch-britische Fabrikat hat sich im Neuwagenmarkt einen Anteil von knapp unter einem Prozent erarbeitet – und das über Jahre. Entsprechend stellt MG mit rund 1.400 Einheiten allein gut 50 Prozent der inserierten chinesischen Gebrauchtwagen auf Autoscout 24. Dass der Gebrauchtwagenmarkt natürlicherweise dem Neuwagenmarkt nachläuft, zeigt die Entwicklung der MG-Zahlen. Binnen drei Jahren hat sich das Angebot an gebrauchten MG-Modellen verzehnfacht.