Gebrauchte E-Modelle Teslas Preissenkungen lösen Preisverfall aus

Von Andreas Grimm Lesedauer: 2 min |

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Der Markt regelt den Preis – und schickt ihn im Falle von gebrauchten Tesla-Modellen in den Keller. Die Entwicklung droht laut den Daten der DAT auch andere Fabrikate zu erfassen.

Nach der Preissenkung für Tesla-Neuwagen kommen die Preise für gebrauchte Tesla-Modelle unter Druck. Auch gebrauchte BEV-Modelle anderer Hersteller könnten preislich unter Druck geraten.
Nach der Preissenkung für Tesla-Neuwagen kommen die Preise für gebrauchte Tesla-Modelle unter Druck. Auch gebrauchte BEV-Modelle anderer Hersteller könnten preislich unter Druck geraten.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Nach den Preissenkungen für Tesla-Neuwagen und für verschiedene Zielgruppen kommen die Gebrauchtwagenpreise für die US-Modelle, aber auch für den gesamten Markt für gebrauchte E-Modelle ins Rutschen. Die Preissenkungen bleiben „nicht ohne Folgen für den Gebrauchtwagenmarkt und es beeinflusst andere Hersteller – bei Neu- und Gebrauchtwagen“, heißt es in einer Kurzanalyse der DAT-Marktbeobachtung.

Der US-Autobauer hatte zum Jahresanfang die Einstiegspreise für seine Modelle in den USA und Europa deutlich gesenkt. Das Kompakt-SUV Model Y kostet 9.100 Euro weniger (nun 44.890 Euro), beim Model 3 betrug der Abschlag 6.000 Euro (nun 43.990 Euro). In China hatte Tesla die Preise zuvor schon deutlich reduziert. Zuletzt hatte das Unternehmen zudem angekündigt, anders als bisher nun auch in klassische Werbung zu investieren – das sind alles Anzeichen dafür, dass der Absatz nicht mehr richtig rundläuft.

Die Preiskorrekturen bezeichnet die DAT als bedeutungsvoll für den deutschen BEV-Markt. Schließlich seien rund 17 Prozent aller rein elektrischen Neuzulassungen in diesem Jahr auf Tesla entfallen sowie 11,5 Prozent der BEV-Besitzumschreibungen. In der Folge würden Tesla-Gebrauchtwagen vom Handel aktuell mit hohen Abschlägen angeboten, um sie für den Endverbraucher attraktiv zu machen, die Standzeiten niedrig zu halten und den Abstand zum Neuwagen zu halten, heißt es in der DAT-Kurzanalyse.

Da das meistverkaufte Modell, der Tesla Model 3, inzwischen durch Preissenkung und Subventionierung als Neuwagen weniger als 40.000 Euro kostet, sinkt die Bereitschaft der Käufer, für ein drei Jahre altes gebrauchtes Auto dieses Typs nur ein paar Tausend Euro weniger zu bezahlen. Sinken aber die Preise für gebrauchte Model 3 deutlich, die wegen ihrer Marktbedeutung eine Bezugsgröße im Preisvergleich sind, wächst die Gefahr, dass die Abwärtsspirale der Tesla-Preise „einen starken Einfluss auf das generelle Preisniveau von gebrauchten E-Fahrzeugen nehmen kann“.

Allerdings rechnet die DAT zunächst nicht damit, dass die Neupreissenkung bei Tesla deutliche Spuren in der Einpreisung von E-Fahrzeugen anderer Hersteller haben wird. Diese könnten ihre Preise für E-Neuwagen nicht in gleichem Umfang senken. Denkbar wären allenfalls günstigere Einstiegsmodelle mit geringerer Leistung oder weniger Ausstattung. Ob das allerdings die Kunden mitmachen, bliebe abzuwarten. VW-Chef Oliver Blume hat jedenfalls schon mal angekündigt, dass er keinen Preiskampf mit Tesla starten wolle.

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