Fahrwerkstechnik Testarossa – Tieferlegung mit Höherlegungsoption

Von Steffen Dominsky 2 min Lesedauer

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KW automotive bietet nun auch für den Ferrari Testarossa eines seiner KW-V3-Klassik-Fahrwerke. Und nachdem der Renner aus Modena bereits von Haus aus sehr tief daherkommt, gibt es auf Wunsch eine optionale Hydraulik mit Hebefunktion.

Auch für den Ferrari Testarossa bietet KW automotive jetzt eines seiner V3-Klassik-Fahrwerke an.(Bild:  KW automotive)
Auch für den Ferrari Testarossa bietet KW automotive jetzt eines seiner V3-Klassik-Fahrwerke an.
(Bild: KW automotive)

Der Ferrari 512 BB war und ist legendär. Das gilt auch für seinen Nachfolger, den Testarossa. Dennoch lässt sich auch Gutes bzw. Legendäres verbessern. Das beweist wieder einmal KW automotive: Der bekannte Fahrwerksspezialist hat für den „roten Kopf“ (italienisch: „Testarossa“) aus Modena eines seiner KW-V3-Klassik-Fahrwerke entwickelt. Der Testarossa ist der erste klassische Ferrari, für den das Unternehmen nun eines seiner Klassik-Fahrwerke liefert. Diese waren für ältere Ferrari-Modelle bislang ausschließlich als Sonderanfertigung erhältlich, die auch nur vor Ort im schwäbischen Fichtenberg eingebaut werden konnten. Bei dem neuen V3-Klassik-Fahrwerk, das nun auch im Handel zum Selbsteinbau erhältlich ist, kann der Nutzer Druck- und Zugstufe unabhängig voneinander einstellen, und zwar die Lowspeed-Druckstufe und Lowspeed-Zugstufe separat.

„Diese getrennte Einstellung der Druck- und Zugstufe war damals beim originalen Fahrwerk nicht möglich“, erklärt KW-Klassik-Experte Sascha Daucher. Mit der einstellbaren Zugstufe wird vorwiegend das Handling beeinflusst. Daneben hat die Zugstufe Einfluss, wie das Ferrari-Stahlrohrchassis an die Straße angebunden ist und wie schnell nach dem Einfedern die Fahrwerkfeder wieder zurück zum Ursprungszustand ausfedert. Schließt man dagegen die Zugstufe, wird das Handling direkter; öffnet man die Zugstufenventile, ist die Lenkung weniger direkt. Mit der Druckstufe wird dagegen das Einfedern der Feder mit beeinflusst. Deshalb hat sie eine Auswirkung auf die Karosseriewankbewegungen beim Lenken und Kurvenfahren. Die vorkonfigurierten und nicht einstellbaren Highspeed-Ventile sorgen beim Überfahren von Bodenwellen, dass die Ventile innerhalb eines Sekundenbruchteils alle Kanäle öffnen und so die Fahrbahnunebenheit gedämpft wird.

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„Ein mit einer V3 ausgerüsteter Ferrari Testarossa fährt sich spürbar dynamischer als mit einer Fahrwerkentwicklung, die vor Jahrzehnten der Stand der Technik war“, sagt Sascha Daucher. Da der Wagen bereits ab Werk sehr tief liegt, haben die Fichtenberger für die Vorderachse ein hydraulisches Liftsystem entwickelt: Auf Knopfdruck hebt sich über diese Hydraulik die Nase des Ferrari um bis zu 45 Millimeter an, und ab einer Geschwindigkeit von 65 km/h senkt sie sich automatisch ab – ideal, um Temposchwellen oder Parkhausrampen zu überwinden. Die unverbindliche Preisempfehlung für das aus Edelstahl gefertigten Fahrwerk mit seinen sechs Dämpfern liegt bei 6.999 Euro. Besagte Hydraulik kostet 2.000 Euro Aufpreis. Wer mag, kann das Fahrwerk auch in einer optischen „Classic Line“ bestellen: Dann werden die in der normalen Ausführung violetten Federteller und gelben Federn durch solche in Schwarz ersetzt. Der stufenlose Einstellbereich für die Tieferlegung liegt bei 10 bis 30 Millimetern.

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