Tiemeyer startet eigene Berufsschulklasse
Ab August besuchen die angehenden Automobilkaufleute der Tiemeyer-Gruppe eine eigene Berufsschulkasse. Möglich macht das eine Kooperation mit dem Wirtschaftskolleg Bochum.
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Die Tiemeyer AG will als Ausbildungsbetrieb für Jugendliche attraktiv bleiben und auf diese Weise einem drohenden Fachkräftemangel entgegenwirken. Deshalb bietet die Autohausgruppe aus dem Ruhrgebiet den 16 angehenden Automobilkaufleuten, die sie zum August 2014 einstellt, etwas Besonderes an: Berufsschulunterricht in einer eigenen Fachklasse. Möglich wird die „Tiemeyer-Klasse“ dank einer Kooperation mit dem Wirtschaftskolleg Bochum.
„Die Anforderungen des Erwerbslebens an den Nachwuchs sind hoch“, erklärt die Geschäftsführerin des Trägers des privaten Berufskollegs, Simone Vogel. „Um junge Menschen optimal darauf vorzubereiten, ist es gut, wenn das ausbildende Unternehmen und die Berufsschule möglichst eng zusammenarbeiten.“
Das Unternehmen profitiert auf vielfältige Weise von der eigenen Berufsschulklasse: Betriebliche Ausbilder und Lehrer des Wirtschaftskollegs achten gemeinsam und in enger Abstimmung darauf, dass die Auszubildenden genau das lernen, was sie für ihren Arbeitsplatz benötigen. So kann beispielsweise das Training von Verkaufsgesprächen im Unterricht konsequent auf die Produktpalette der Tiemeyer-Gruppe abgestimmt werden.
Auch organisatorisch profitiert das Unternehmen: „Unsere Kunden besuchen unsere Autohäuser bevorzugt an bestimmten Wochentagen, zum Beispiel freitags“, erklärt Michael Evers, Vorstand der Tiemeyer automobile AG. Da wäre es schlecht, wenn die Azubis an diesem Tag nicht im Betrieb wären. „Mit dem Wirtschaftskolleg können wir Unterrichtszeiten vereinbaren, die gut zu unserem Bedarf passen.“
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