Toha will durch Ausdünnung der Markenhändlernetze wachsen
Der Mehrmarkendienstleister Toha will die Konsolidierung im Fabrikatshandel nutzen, um sein Geschäft auszubauen. Das Unternehmen will dort Partner gewinnen, wo bei markengebundenen Autohäusern Kapazitäten frei werden.

Der Mehrmarkenkonzeptanbieter Toha investiert und will deutlich mehr Händlerpartner gewinnen. Angestrebt sei, ihre Zahl 2018 und 2019 um jeweils rund 50 Prozent zu steigern, sagte Hannes Falk, Mitglied der Geschäftsleitung, im Gespräch mit »kfz-betrieb«.
Damit könnte zum Ende des Jahrzehnts eine vierstellige Anzahl von Vertragspartnern Fahrzeuge aus dem Angebot von Toha vermarkten und das Dienstleistungsangebot des Unternehmens nutzen. Derzeit arbeitet der Mehrmarkenanbieter mit deutschlandweit über 500 Händlern zusammen.
Partner will Toha unter anderem durch Konsolidierungsbewegungen in den Vertriebsnetzen der in Deutschland aktiven Hersteller- und Importmarken gewinnen, wie Falk sagte: „In immer mehr Händlernetzen treiben Hersteller und Importeure die Bereinigung voran. Das sehen wir als Potenzial.“ Auch auf Servicepartner aus den Netzen von Herstellern und Importeuren will der Mehrmarkendienstleister zugehen.
Toha wolle für seine Händler die Funktion erfüllen, die Hersteller oder Importeure für deren Händler- und Servicepartner wahrnähmen, sagte Falk. Dazu zählten neben dem Angebot verfügbarer oder bestellbarer Fahrzeuge auch Dienstleistungen wie aus dem Bereich der Autohaus-Signalisation, der Erstellung von Vorlagen für den Druck von Werbemitteln bis hin zu digitalen Angeboten wie Verkäuferarbeitsplätzen oder schlüsselfertigen Webseiten im Händler-Look mitsamt Fahrzeugkonfiguratoren. Seinen sogenannten „Stützpunktpartnern“ bietet Toha auch einen Gebietsschutz.
Ergänzend zu den Wachstumszielen hat Toha jetzt auch seinen Markenauftritt erneuert. Das bisherige Logo mit den EU-Sternen weicht einem neuen Schriftzug auf weißem Grund. Durch die optische Neuerung soll die strategische Schwerpunktsetzung des Unternehmens deutlich werden, die es vor knapp zwei Jahren definierte. Toha-Manager Falk erläutert: „Unser Ziel ist es, der innovativste Komplettdienstleister für den Mehrmarkenhandel in Deutschland zu sein.“ Alle derzeitigen Aktivitäten Tohas seien in diesem Kontext zu sehen.
Wachsen will Toha neben seinem Händlernetz auch baulich und hinsichtlich der Zahl seiner Mitarbeiter. Derzeit beschäftigt der Mehrmarkenkonzeptanbieter am Stammsitz Hinterschmiding in Niederbayern rund 45 Personen. Diese Zahl soll um 10 bis 15 Mitarbeiter wachsen, unter anderem, um die Kundenbetreuung zu stärken.
In seine Unternehmenszentrale investiert Toha derzeit einen siebenstelligen Euro-Betrag. Das bisherige Verwaltungsgebäude wird um einen Anbau erweitert und umgebaut. Hinzukommen sollen dadurch 500 Quadratmeter neue Bürofläche.
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