Toyota Proace: Für Fuhrmänner, Firmen und Familien
Wenn die Japaner Mitte September den neuen Proace an den Start bringen, locken sie Firmenfahrer nicht nur mit maximal 6,6 Kubikmetern Laderaum und Familienväter mit bis zu neun Sitzplätzen. Es gibt auch überraschend viel Hightech.

Wenn Toyota Mitte September im Team mit Peugeot Expert und Citroën Jumpy die nächste Generation des Proace an den Start bringen, ist endlich wieder Platz in der Hütte. Schließlich gibt es das Multitaltent, das seine Rolle als Ass schon im Namen trägt, zu Nettopreisen ab 20.900 Euro nicht nur als Kastenwagen oder Kombi für Handel, Handwerk und Gewerbe. Als Proace Verso für mindestens 35.300 Euro brutto buhlt er auch um Familien mit erhöhtem Platzbedarf und präsentiert sich als großer Van für Shuttle-Dienste und für VIP-Flotten.
Egal ob für Personen oder Pakete – der Kunde hat die Wahl zwischen zwei Radständen von 2,93 und 3,28 Metern und drei Fahrzeuglängen. Der kurze Proace misst 4,61 Meter, die mittlere Variante kommt auf 4,96 Meter und die XL-Version haben die Japaner auf 5,31 Meter gestreckt. Für Lademeister bietet der Kastenwagen damit zwischen 4,6 und 6,6 Kubikmeter Stauraum und Pkw-Kunden fühlen sich bei bis zu neun Sitzen beinahe als Busfahrer.
Anders als im Bus ist die Sitzlandschaft allerdings sehr viel variabler. Schon in den eher bodenständigen Varianten mit sechs Plätzen im Fond, kann man die asymmetrisch geteilten Dreierbänke einzeln verschieben, die Lehnen individuell verstellen oder flachlegen und die Sitze bei Bedarf auch ganz ausbauen. Und wer die vornehme VIP-Variante wählt, bekommt fünf Einzelsitze und einen Klapptisch, die man bis hin zur Konferenzbestuhlung fast frei im Fond verteilen kann.
Auch unter der Haube bietet Toyota mehrere Alternativen. Es gibt zwei Diesel mit 1,6 oder 2,0 Litern Hubraum in jeweils zwei Leistungsstufen mit 70 kW/95 PS oder 85 kW/116 PS und 110 kW/150 PS oder 130 kW/177 PS. Was die Japaner allerdings nicht zu bieten haben, ist ein Allradantrieb, der die Chancen des Verso vor allem im Süden deutlich verbessern könnte.
Während die gewerbliche Variante gewohnt frugal und funktional daherkommt, hat sich Toyota für den Verso ordentlich ins Zeug gelegt. Es gibt deshalb neben jeder Menge Zierrat wie den farbigen Konsolen und den vielen Chromrähmchen im Cockpit auch ungewöhnliche viele Extras, die Toyota zum Teil sonst nicht im Programm hat. Das Safety-Sense-System mit der vorausschauenden Kamera zur Abstandskontrolle und Spurhaltung kennt man genau wie den Touchscreen für das Infotainment und die Rückfahrkamera oder die Xenonscheinwerfer. Aber dass sich nun auch die Schiebetüren mit Gestensteuerung öffnen lassen und aus dem Armaturenbrett ein Head-Up-Display aufklappt, das ist neu für die Japaner.
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