Plagiatsvorwurf
Tyn-E und Electric Brands streiten um Designrechte
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Das schwäbische Unternehmen Tyn-E wirft Electric Brands vor, mit dem geplanten E-Transporter X-Bus S ein Plagiat auf den Markt zu bringen. Electric Brands widerspricht. In China sind Fahrzeuge mit dem fraglichen Design bereits auf den Straßen unterwegs.
Rund um Electric Brands überschlagen sich die Ereignisse. Das Unternehmen aus Eppertshausen hatte Ende Januar Insolvenz in Eigenregie angemeldet und seinem Händlernetz in dem Zuge angekündigt, in den nächsten Monaten ein Leichtfahrzeug auf den Markt zubringen: Der X-Bus S soll eine kleinere Nutzfahrzeug-Variante des X-Bus sein und in China gefertigt werden. Der X-Bus selbst soll dann erst 2025 in den Niederlanden beim Auftragsfertiger VDL Nedcar vom Band laufen. Charakteristisch für beide Fahrzeuge ist die Fahrzeugfront mit runden Scheinwerfern.
Jetzt wirft das schwäbische Unternehmen Tyn-E Electric Brands vor, beim X-Bus S handele es sich um ein Plagiat des kleinen Transporters Tyn-E TX2, der bei den Waiblingern in den Startlöchern steht. Geschäftsführer Markus Graf sagt: „Wir weisen darauf hin, dass bei dem Fahrzeug unter der Bezeichnung X-Bus S grundlegende Design- und Rechteverletzungen vorliegen.” Das Gemeinschaftsgeschmackmuster für Europa liege bei der Tyn-E GmbH. „Diese Verletzung von EU-Recht werden wir gerichtlich anzeigen und selbstverständlich einen Verkauf eines X-Bus S E-Transporters im Zweifel gerichtlich untersagen lassen und natürlich behalten wir uns Schadenersatzansprüche gegenüber Electric Brands AG vor“, kündigt Graf an.
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