Baden-Württemberg Landesverband begrüßt HVO-Zulassung

Von Nick Luhmann 1 min Lesedauer

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Zukünftig können Autofahrer statt Diesel auch Kraftstoff an Tankstellen tanken, der aus altem Speiseöl oder Frittenfett stammt. Über den Beschluss des Bundeskabinetts, reinen HVO-Kraftstoff zuzulassen, kommt Lob von dem Kfz-Gewerbe.

Der Verkauf von Kraftstoff aus reinem HVO soll zukünftig gestattet sein. Die Bundesregierung hat dazu den Weg frei gemacht.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Der Verkauf von Kraftstoff aus reinem HVO soll zukünftig gestattet sein. Die Bundesregierung hat dazu den Weg frei gemacht.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

„Heute ist ein guter Tag für eine klimafreundliche individuelle Mobilität und die Menschen im Land“, kommentiert Carsten Beuß, Hauptgeschäftsführer des Verbands des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg, den Beschluss des Bundeskabinetts, HVO-Kraftstoff in Reinform zuzulassen.

HVO 100 ist ein paraffinischer Dieselkraftstoff, der vollständig aus erneuerbaren Rohstoffen hergestellt wird. Er kann Treibhausgasemissionen direkt reduzieren und zum Kampf gegen den Klimawandel beitragen. HVO 100 weist eine ähnliche chemische Zusammensetzung wie fossiler Diesel auf und ist für den Einsatz in Dieselfahrzeugen und -motoren geeignet.

Das Bundeskabinett beschloss nun eine Novellierung der 10. Bundesimmissionsschutzverordnung und macht damit den Weg frei für Kraftstoffe, die aus Abfällen von Speiseölen- und -fetten stammen. „Nun muss eine zügige Umsetzung erfolgen, damit Tankstellen den Kraftstoff bald auch privaten Kunden anbieten können“, so Beuß.

HVO erfüllt die Anforderungen der Kraftstoffnorm DIN EN 15940 für paraffinische Dieselkraftstoffe. Laut Beuß könne sein Einsatz in Autotanks im Vergleich zu fossilem Diesel die Treibhausgasemissionen um bis zu 90 Prozent reduzieren. Auch Beimischungen zu konventionellem Kraftstoff wären möglich und in anderen Staaten wie Schweden bereits üblich.

Im Gegensatz zu E-Fuels gilt HVO als erneuerbarer Kraftstoff, der aus Biomasse besteht. E-Fuels entstehen in der Gewinnung und Weiterverarbeitung von CO2 unter Einsatz von Wasserstoff aus der Wasserelektrolyse.

Beuß: „HVO ist schon heute verfügbar und bietet eine bezahlbare Möglichkeit zur sofortigen Emissionsreduzierung. Derzeit wird der Verkauf von erneuerbaren Kraftstoffen noch streng durch die deutsche Gesetzgebung reguliert.“

Welchen Branchen HVO bereits nutzen

HVO werde allerdings schon heute ohne Einschränkung in der Bauindustrie, der Landwirtschaft, von der Eisenbahn, in Schiffen und Stromerzeugungsaggregaten verwendet. Darüber hinaus können Kommunen und öffentliche Einrichtungen HVO bereits nutzen, um ihre Klimaziele gerade für schwere Nutzfahrzeuge und Busflotten zu erfüllen, so Beuß.

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