Elektrische Gebrauchtwagen
Unberechenbare Preise in einem engen Markt
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Der Neuwagenmarkt für Elektrofahrzeuge ist zuletzt durch die Decke geschossen – und hat zugleich die Preise für Gebrauchte beschädigt. Doch das ist nicht das einzige Problem für die Preiskalkulation im Handel.
Mit dem steigenden Absatz rein elektrisch angetriebener Pkw steigt konsequenterweise die Zahl der BEV in Deutschland – und damit die Bedeutung dieser Antriebsart für den Gebrauchtwagenmarkt. Zum Jahresstart 2023 hatte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) erstmals einen E-Auto-Bestand von mehr als einer Million Einheiten ausgewiesen. Bis Ende Oktober sind 425.000 BEV-Neuzulassungen dazugekommen, sodass der Bestand (eingerechnet die Außerbetriebnahmen und Verkäufe ins Ausland) inzwischen ungefähr bei 1,40 Millionen Einheiten liegen dürfte.
Damit sind knapp drei Prozent des deutschen Pkw-Bestands voll elektrifiziert. Das passt in etwa zu einem Erfahrungswert der Autobörse Autoscout 24. Auf der Plattform machen die BEV – allerdings europaweit – laut einer Unternehmensanalyse derzeit rund drei Prozent der Inserate aus. Die Entwicklung des Gesamtmarktes scheint sich also hinsichtlich des Angebots rein elektrischer Gebrauchtwagen nicht signifikant zu unterscheiden. Einen Unterschied gibt es jedoch in den faktischen Besitzumschreibungen: Bis Ende Oktober wechselten nach Angaben des KBA 78.637 elektrifizierte Pkw den Halter – das sind nur 1,6 Prozent des Gesamtmarktes. Immerhin: Der Markt wächst viel stärker als der Gebrauchtwagenmarkt insgesamt (+7,2 % bis Ende Oktober), nämlich im Jahresvergleich um rund 35 Prozent. Die jüngste Schlagzeile des ADAC, „Der Markt für gebrauchte E-Autos wächst spürbar“, ist also nicht ganz falsch, aber auch deutlich zugespitzt.
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