Reifendrücke bei Sportwagen Unfallursache überhöhte Geschwindigkeit?

Von Dipl.-Ing. (FH) Kfz-Technik Peter Diehl 4 min Lesedauer

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Fahrten mit Höchstgeschwindigkeit erfordern andere Reifendrücke als am Fahrzeug angegeben. Für Werkstätten mit entsprechenden Kunden heißt das, die Drücke mit den Kunden abzustimmen und einzustellen. Denn bei Minderdrücken droht die Überlastung der Reifen.

Aus der Abnutzung des Reifenprofils lassen sich Fehler bei Luftdruck und Fahrwerksgeometrie herauslesen.(Bild:  Michael Immler)
Aus der Abnutzung des Reifenprofils lassen sich Fehler bei Luftdruck und Fahrwerksgeometrie herauslesen.
(Bild: Michael Immler)

Sportwagen sieht man in der Regel an, wofür sie entwickelt und gebaut wurden. Nicht so bei anderen Fahrzeugtypen. Doch auch Kompakte, Limousinen, Kombis, Vans, SUVs und Geländewagen können richtig schnell unterwegs sein. Stichworte: Abt, Alpina, AMG und BMW M. Für sie alle gelten die Hinweise, die der Reifensachverständige Michael Immler während seiner Vorträge gab. Jüngst für den Münchner Arbeitskreis für Straßenfahrzeuge (MAS) und für den Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF).

Von »kfz-betrieb« nach seiner Einschätzung befragt, wie hoch der Anteil der Werkstätten sei, die den Reifendruck für Fahrten im Hochgeschwindigkeitsbereich korrekt einstellen, gab Michael Immler eine erschreckende Antwort: „Geht es um offene, also nicht abgeregelte Fahrzeuge mit Höchstgeschwindigkeiten jenseits 240 Kilometer pro Stunde, sind es nicht mehr als 10 bis 20 Prozent. Immerhin 30 bis 40 Prozent dürften es sein, wenn Reifen mit W- oder Y-Kennzeichnung verbaut sind. Konkret sind das jeweils mindestens 0,2 bar für Autobahn, Vollgasfahrten und volle Gewichtsauslastung, in Summe also mindestens 0,6 bar.“