BMW-Rückruf „Unzulässige Abschalteinrichtung“ beim X3

Von Niko Ganzer 1 min Lesedauer

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Das KBA meldet einen Rückruf für über 45.000 Diesel-SUV. Das sind mehr als in der Verwaltungsentscheidung vom vergangenen Februar angekündigt.

Zehntausende älterer X3-SUVs müssen zu den deutschen Servicepartnern.(Foto:  BMW)
Zehntausende älterer X3-SUVs müssen zu den deutschen Servicepartnern.
(Foto: BMW)

Wegen „Entfernung unzulässiger Abschalteinrichtungen beziehungsweise der unzulässigen Reduzierung der Wirksamkeit des Emissionskontrollsystems“ ruft BMW über 187.000 Einheiten des X3 zurück, davon 45.368 in Deutschland. Das geht aus einer Ankündigung des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) hervor. Sie dürfte mit einer Verwaltungsentscheidung vom vergangenen Februar zusammenhängen. Allerdings nannte die Behörde damals nur 33.000 betroffene Diesel-SUVs.

Laut dem Eintrag in die KBA-Rückrufdatenbank stehen bei den Baujahren 2010 bis 2014 diverse Abhilfemaßnahmen an: „Austausch AGR-Kühler inklusive Ventil, Heißfilmluftmassensensor und gegebenenfalls Reinluftrohr“, „Reinigung AGR-Rohr inklusive Temperatursensor“ und „Neuprogrammierung Steuergeräte“. Ob und wie sich die Maßnahmen auf die verschiedenen Modellreihen (X-Drive 20d und X3 S-Drive 18d mit Motor N47D20 und Euro-5-Norm) verteilen, ist unklar.

Ein Konzernsprecher wollte sich auf Nachfrage nicht näher zum Rückruf äußern. Er verwies lediglich auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs von 2023, das die Regularien für die Rechtfertigung von Emissionskontrollsystemen verschärft habe. „Die Anforderungen an Diesel-Fahrzeuge werden vor dem Hintergrund dieser Entscheidungen neu diskutiert. Dabei wird rückwirkend ein Maßstab auf Technologien angewendet, die bis zu 15 Jahre alt sind“.

Das KBA nennt in seinem Hinweis eine Hotline-Nummer des Herstellers, an die sich Kunden wenden können. Sie lautet 089 - 1250 16 175. Die Aktionscodes des Rückrufs lauten „0011600700“ und „0011610700“.

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