Stellantis-Partnerverband „Wir sind nicht auf einem guten Weg“

Von Jens Rehberg 4 min Lesedauer

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Ein weiteres Mal haben Vertragspartner im Rahmen einer Verbandstagung Herstellervertreter mit den teils absurden Missständen bei Stellantis konfrontiert. Viel mehr als Entschuldigungen bekamen sie dafür nicht.

(Bild:  Rehberg / »kfz-betrieb«)
(Bild: Rehberg / »kfz-betrieb«)

Der Verband der Stellantis-Konzernhändler und Servicebetriebe hat im Rahmen einer Mitgliederversammlung Mitte vergangener Woche in Frankfurt am Main erneut ein düsteres Bild der Zusammenarbeit mit dem Hersteller gezeichnet. Bei einem Aftersales-Thema werden jetzt die juristischen Optionen ausgelotet. „Die Zusammenarbeit läuft nicht rund“, lautete das Fazit von Karl Kleba, dem ersten Vorsitzenden des Verbandes, der bis zum Jahreswechsel noch der Fiat-Händlerverband gewesen war und sich jetzt als Interessenvertretung für alle FCA-Marken positioniert. „Und ich widerspreche Herrn Bialkowski (Stellantis-Deutschland-Chef – Anm. der Red.) ausdrücklich – wir sind nicht auf einem guten Weg, wir sind weit vom angestrebten Ziel entfernt.“

Schlechte Stimmung


74 Stellantis-Partner – ein gutes Drittel aller Verbandsmitglieder – hatten sich in Frankfurt versammelt, um einige der dringlichsten der zahllosen Baustellen zu besprechen, die den Händlern und Servicepartnern von Stellantis seit langem das Geschäft erschweren. „Die Stimmung war schlecht“ berichteten die Verbandsvorstände am Freitag im Gespräch mit »kfz-betrieb«. Der Auftragseingang sei derzeit miserabel. Die Presse hatte der Verband zu der Veranstaltung nicht eingeladen – aus Sorge, ansonsten „keine zielführenden Gespräche mit den angereisten Herstellervertretern“ führen zu können.