Seat/Cupra Verwirrspiel um die Seat-Zukunft

Von Andreas Grimm , sp-x 4 min Lesedauer

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Hinter der Zukunft von Seat als Automarke steht schon lange ein dickes Fragezeichen. Nun haben Aussagen zur IAA Spekulationen über ein Seat-Ende geschürt. Doch der Volkswagen-Konzern rudert zurück – Aussagen zum Ende der Pkw-Marke seien falsch zitiert. Gleichzeitig scheint das Marketing mehr denn je auf Cupra zugeschnitten.

Cupra auf der IAA 2023 in München: Ein imposanter Stand mit Modellen und Neuheiten. Von Seat dagegen keine Spur.(Bild:  Grimm – VCG)
Cupra auf der IAA 2023 in München: Ein imposanter Stand mit Modellen und Neuheiten. Von Seat dagegen keine Spur.
(Bild: Grimm – VCG)

Adiós, Seat? Mit dieser Botschaft, gefallen angeblich in einem Gespräch von Thomas Schäfer am Rande der IAA Mobility in München, haben die britische Zeitschrift „Autocar“ und Agenturen für Aufmerksamkeit gesorgt. Schäfer ist bei Volkswagen für die Volumenmarken verantwortlich. Auch »kfz-betrieb« hat diese Meldung am Dienstag, 5. September aufgegriffen. Der Tenor: Bis 2030 werde die Marke Seat als Automobilbauer verschwinden, da der Volkswagen-Konzern komplett auf Cupra setze. Volkswagen will die Schlagzeile so nicht stehen lassen – hat sie aber auch nicht glasklar dementiert.

Von der Konzern-Kommunikation heißt es auf Nachfrage von »kfz-betrieb«, Thomas Schäfer habe grundsätzlich über die „Möglichkeiten“ der Zukunft von Seat gesprochen, aber nicht über den konkreten Schritt einer Einstellung. Und weiter: „Nach wie vor ist die künftige Rolle von Seat offen.“ Man mag nun zwischen den Zeilen lesen, dass die Einstellung grundsätzlich möglich bleibt – und es deshalb kein Dementi gibt.