Telematikversicherung
„Vielleicht wird es immer ein fragmentierter Markt bleiben“
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Immer mehr Kfz-Versicherer entwickeln Telematikangebote, und auch diese werden stetig weiterentwickelt. Stichwort direkter Datenabgriff aus dem Fahrzeug. Die »kfz-betrieb«-Redaktion traf sich mit der Allianz-Managerin Katharina Amann.
Smartphone, Stecker, Sensorbox, letztere entweder hinter der Frontscheibe oder auf der Starterbatterie und über diese mit Spannung versorgt – die Lösungen zur Integration der Telematik ins Fahrzeug sind vielfältig. Eine Lösung hat sich inzwischen durchgesetzt, könnte man meinen. Doch Katharina Amann widerspricht. Sie verantwortet für Allianz das Automotive-Geschäft im Retail-Bereich auf dem deutschen Markt und fungiert zugleich als Vorstandsvorsitzende der Volkswagen Autoversicherung, einem Joint Venture zwischen Volkswagen Financial Services und Allianz. Ihre Meinung: „Diese Fragmentierung prägt den Markt auch weiterhin. Bei Allianz haben wir seit 2015 Bonus Drive im Markt, eine Retrofit-Lösung mit Sensorbox und Smartphone, die inzwischen von rund 555.000 Versicherungsnehmern genutzt wird. Damit machen wir gute Erfahrungen und lernen sehr viel. Allerdings glauben wir, dass die Zukunft der Telematikversicherung im Bereich der direkt aus dem Fahrzeug gewonnenen Daten liegt. Hier ist mit einer anderen Datenqualität und Datentiefe zu rechnen.“
Das Thema Fragmentierung gilt laut Katharina Amann auch für den Datenabgriff aus dem Fahrzeug. Sie verweist auf die Vielzahl von Herstellern und unterschiedlichen Datenverfügbarkeiten. Daneben auf digitale Player wie Google, Apple, Microsoft oder IBM, die sich immer mehr in die Betriebssysteme der Fahrzeuge einbringen oder an Plattformen für Fahrzeugdaten arbeiten. „Hier sind viele aktiv, die dieses Feld gerade erkunden. Ein breites Experimentierfeld also, und aus meiner Sicht ist das Rennen offen.“
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