Vinfast Vietnamesen starten im einstigen ersten Smart Center Deutschlands

Von Andreas Grimm 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

In Oberhausen ist Vinfast nicht mit einem Store, sondern mit einem ganzen Autohaus an den Start gegangen. Die Eröffnung am Samstag brachte Gäste, Leads und Registrierungen weit über den Erwartungen.

Vinfast im einstigen Smart Center Oberhausen: Die vietnamesische Marke will durchstarten.(Bild:  Faruk Emekci)
Vinfast im einstigen Smart Center Oberhausen: Die vietnamesische Marke will durchstarten.
(Bild: Faruk Emekci)

Vinfast hat im Ruhrgebiet ein klares Zeichen gesetzt, dass das Fabrikat in Deutschland im Neuwagen-Reigen mitspielen will. Am vergangenen Samstag, 22. April, eröffnete in Oberhausen der zweite Vinfast-Store hierzulande – und zwar „mit überwältigendem Erfolg“, berichtet Standortleiter Frank Leclaire im Gespräch mit »kfz-betrieb«. Etwa 500 Besucher seien am Eröffnungstag gekommen: „Das war für uns im Vorfeld unvorstellbar.“ Feste Zusagen aus Leads hatte er im Vorfeld 50, erwartet hatten er und sein Team realistisch bis zu 200 Besucher. Der vietnamesische Foodtruck zur Eröffnung mit den georderten 300 Essensportionen war jedenfalls vorzeitig ausverkauft. Die Vinfast-Offiziellen – Europachef Hakan Ceylan und Florian Baer, Leiter Marketing Germany – werden es gern gesehen haben.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 6 Bildern

Der Vinfast-Standort in Oberhausen ist deutlich größer als die erste Vertriebsvertretung der vietnamesischen Marke in Deutschland in Köln, die bereits Ende 2022 startete. Der dortige Standort hat die Ausmaße eines Pop-up-Stores. In Oberhausen erwartet Kunden und Besucher dagegen ein vollwertiges Autohaus in Sichtweite des großen und bekannten Einkaufszentrums Centro – denn Vinfast Oberhausen hat die Räume des einst ersten Smart Centers in Deutschland angemietet. Noch immer ist der Smart-Turm ein Wahrzeichen, das demnächst auf Vinfast aufmerksam machen wird. Autos beherbergt er noch nicht, einfach weil die Ware noch nicht in Deutschland eingetroffen ist.

Der Standort wird seinen Teil dazu beigetragen haben, die Interessenten zu locken. Vor allem aber haben Frank Leclaire und sein derzeit siebenköpfiges Vertriebsteam im Vorfeld getrommelt. Über Social-Media-Kanäle natürlich, aber richtig gut funktioniert habe ein Vorab-Termin für die klassische Regionalpresse. Zehn Presseberichte, verlängert in die digitalen Kanäle, „haben für richtig Traffic gesorgt“, sagt der Standortleiter, der selbst durchaus digitalaffin ist.

650 Quadratmeter Schauraum, keine Verkäuferarbeitsplätze

Etwa 650 Quadratmeter ist der Schauraum groß, der derzeit nur die beiden Modelle VF8 und VF9 beherbergt. Die kleineren Modelle VF6 und VF7 sollen noch in diesem Jahr folgen. Dazu kommen rund 350 Quadratmeter Bürofläche im Obergeschoss und der Werkstattbereich, der aktuell wegen fehlender zugelassener Autos noch keine Rolle spielt. Langfristig soll das Vinfast-Autohaus in Oberhausen technischen Support für andere Standorte geben und eventuell Auslieferungen übernehmen.

Die Besucherreaktionen beschreibt Leclaire als durchgehend positiv. Optik und Haptik der ausgestellten Fahrzeuge hätten überzeugen können, obwohl es bislang noch Vorserienmodelle seien. Die Verkäufer, die „Client Advisors“, hätten gute Gespräche geführt, 9 Reservierungen und 65 neue Leads aufgenommen. Auch das Probefahrt-Buch sei gut gefüllt. Da allerdings den Fahrzeugen noch die europäische Homologation fehlt, dürfen sie noch nicht auf die Straße. Spätestens im Juni soll es dann so weit sein, erwartet Leclaire. Eine belastbare Einschätzung des typischen Vinfast-Interessenten will er noch nicht geben. Etwa zur Hälfte seien es Selbstständige und etwa ein Viertel seien Elektro-Einsteiger, berichtet er.

Vinfast: Der lange Weg zum Vollsortimenter
Bildergalerie mit 25 Bildern

Das ehemalige Smart Center wurde unter Leclaires Regie seit September 2022 auf die neue Verwendung umgebaut. Im Showroom ist die Optik grundsätzlich klar und zurückgenommen. Durchbrochen wird sie von farbkräftigen, riesigen Bildern mit Motiven aus Vietnam. Ein metallisches V auf Holzlatten erinnert immer wieder, um welche Marke es sich handelt. Klassische Verkäufer-Arbeitsplätze fehlen. Stattdessen gibt es Work-Spaces, die sich die Mitarbeiter nach Bedarf aussuchen. Zu Beratungsgesprächen bitten die Client Advisors zu gemütlichen Sitzgruppen, wo sie die Fahrzeuge am Tablet erläutern und künftig den Kauf abschließen.

(ID:49416240)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung