Vertriebsstrategie Vinfast baut Händlernetz weiter aus

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Vertriebspartner in der Fläche statt exklusive Schauräume in den Innenstädten – Vinfast baut das Vertriebsnetz um. Der neue Partner Schachtschneider Automobile will die Marke an mehreren Standorten einführen.

Vinfast setzt in Deutschland und Europa seit neuestem auf Händler. Derzeit sind fünf Standorte bestätigt.(Bild:  Vinfast)
Vinfast setzt in Deutschland und Europa seit neuestem auf Händler. Derzeit sind fünf Standorte bestätigt.
(Bild: Vinfast)

Die vietnamesische Automarke Vinfast treibt den angekündigten Aufbau eines europäischen Händlernetzes voran. In Deutschland hat das Fabrikat nun einen zweiten Partner präsentiert: Schachtschneider Automobile mit Hauptsitz in Beelitz südwestlich von Berlin. Der langjährige Opel-Partner wird für den Importeur künftig drei Standorte betreiben.

Erst vergangene Woche war bekannt geworden, dass Vinfast das Vertriebssystem in Deutschland neu aufbaut. Bislang waren die Neuwagen über sechs eigenbetriebene innerstädtische Schauräume sowie online vertrieben worden – mit überschaubarem Erfolg, nämlich 175 Neuzulassungen im Jahr 2024. Seit dem 9. Mai sind die Stores geschlossen, klassische Händler sollen den Verkauf übernehmen. Schon vor gut einem Jahr hatte »kfz-betrieb« berichtet, dass sich der Hersteller vom Direktvertriebsmodell verabschieden will.

Nachdem im Februar das Autohaus Hübsch aus Chemnitz mit zwei Standorten als erster Händler präsentiert worden war, folgt nun Schatzschneider. Nach eigener Aussage sucht Vinfast die Zusammenarbeit mit renommierten europäischen Händlern. „Ziel dieser Strategie ist nicht nur die Optimierung der Betriebseffizienz und die Steigerung der Markenreichweite, sondern auch die schnelle Reaktion auf die steigenden Kundenanforderungen“, heißt es in einer Mitteilung von Vinfast.

Vinfast VF 6: Ab in die Kompaktklasse
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Der Importeur ist dabei, Produktschulungen für die Belegschaften der Partner zu organisieren und Kenntnisse über Wartungs- und Reparaturverfahren zu vermitteln. Derzeit sind zwei Vinfast-Modelle erhältlich: der VF6 in der Kompaktklasse und der VF8 im D-Segment. Weitere Modelle sollen in der Vorbereitung sein, der VF7 ist bereits auf der deutschen Webseite reservierbar. In Vietnam sind die kleineren Modelle VF3 und VF5 verfügbar.

Geschäftsführer Renzo Schachtschneider ist „vom Potenzial von Elektrofahrzeugen und den Aussichten von VinFast auf dem europäischen Markt überzeugt“. Man stehe mit der vietnamesischen Marke auf der Seite der globalen grünen Revolution, wird er in einer Vinfast-Mitteilung zitiert.

Der im Jahr 1954 gegründete Händler mit insgesamt vier Standorten (Beelitz, Potsdam, Glindow, Ketzin) hat Erfahrung mit neuen Marken. Einst als Lada- und Wartburg-Händler tätig, kam nach der Wiedervereinigung der Opel-Vertrag, der später mit Chevrolet, Skoda, Volvo und zuletzt Polestar ergänzt wurde. Renzo Schachtschneider führt das Unternehmen in dritter Generation.

Auch in Frankreich hat Vinfast den ersten offiziellen Händler präsentiert. Das Unternehmen Astrada Simva will im Juni 2025 einen Showroom in Aix-en-Provence eröffnen. Er freue sich auf die Zusammenarbeit mit einer innovativen und schnell wachsenden Elektroautomarke, wird Geschäftsführer Chris Durand zitiert. Auch er startet zunächst mit den Modellen VF6 und VF8, um das eigene Angebot zu erweitern. Astrada Simva ist wie Hübsch Automobile ein Stellantis-Partner mit den Marken Fiat, Alfa, Abarth und Maserati.

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