Marktstart Vinfast öffnet ersten Flagshipstore in Köln

Von Andreas Grimm

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Vinfast hat parallel zum Markenauftritt auf dem Pariser Autosalon seine Vertriebsvorstellungen konkretisiert. Händler spielen weiter keine Rolle, physische Präsenz in Flagshipstores jedoch schon.

Vinfast hat seinen Markenauftritt in Paris genutzt, um die Vertriebsstrategie zu konkretisieren. Es bleibt aber dabei: Händler werden nicht gebraucht.(Bild:  Vinfast)
Vinfast hat seinen Markenauftritt in Paris genutzt, um die Vertriebsstrategie zu konkretisieren. Es bleibt aber dabei: Händler werden nicht gebraucht.
(Bild: Vinfast)

Der vietnamesische Autobauer Vinfast hat auf der Automesse in Paris neben der Modellpräsentation auch das Vertriebskonzept und die Umstände der Markteinführung konkretisiert. Für Deutschland ist nun klar, dass die Länderzentrale in Frankfurt sitzt. Der erste Flagshipstore der Marke wird allerdings im November in Köln starten und potenzielle Käufer auf die beiden ersten Modelle VF8 und VF9 aufmerksam machen.

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„Die Eröffnung der Vinfast-Zentralen ist darauf ausgelegt, jedem Kunden ein optimales Serviceniveau zu bieten und länderspezifische Anforderungen aufzugreifen“, heißt es in einer Mitteilung des neuen Importeurs. Konkret heißt das, dass parallel zum Auslieferungsstart ein Netzwerk aus Technikern und mobilen Servicefahrzeugen bereitstehen soll. Damit sollen Reparatur und Wartung am Wohnort oder Arbeitsplatz des Kunden (oder am Schadenort) erfolgen.

Hintergrund ist, dass Vinfast auf ein klassisches Vertriebs- und Servicenetz verzichten will, sprich an eingesessenen Händlern und Werkstätten vorbei agiert. Der mobile Service soll zunächst in Deutschland eingeführt und im ersten Quartal 2023 auf ganz Europa ausgeweitet werden. Termine für die Arbeiten können die Kunden über die Vinfast-App buchen. Auch „in jedem Vinfast-Store mit Service-Support“ sind die Arbeiten möglich – nur gibt es ja zunächst nur einen Store in Köln.

Schnell sollen dann aber weitere Stores in Berlin, München, Frankfurt und Hamburg folgen. Die Niederlassung in Oberhausen ist dann für Anfang 2023 vorgesehen. Um den Service flächendeckend bieten zu können, will Vinfast in den kommenden zwölf Monaten über 200 Techniker einstellen.

Neben Deutschland geht Vinfast in Frankreich und den Niederlanden an den Start – auch dort entstehen Länderzentralen und erste Flagshipstores in Paris und Nizza sowie in Amsterdam. Anfang 2023 folgen Marseille, Rennes, Montpellier und Metz sowie Den Haag und Rotterdam, um ein erstes raumgreifendes Netz an Anlaufstellen zu knüpfen. Das Konzept werde „Vinfast bald zu einer bevorzugten Marke europäischer Verbraucher machen“, sagte die Chefin des Autobauers, Le Thi Thu Thuy, in Paris.

Auszeichnung für umfassende Markenentwicklung

In Paris bekräftigte Vinfast die Bedeutung von Europa für die Wachstumsstrategie des neuen Herstellers. Zudem suche Vinfast weiterhin nach einem geeigneten Standort für eine europäische Produktionsstätte. Man wolle „eine beliebte vollelektrische Marke in wichtigen europäischen Märkten“ werden.

Dass Vinfast auf einem guten Weg sei, bestätigte in Paris eine Jury aus Motorjournalisten. Sie vergaben in diesem Jahr den „Rising Star Award“ für die Entwicklung von einem Anbieter von zwei Autos mit Verbrennungsmotor zu einer vollelektrischen Produktfamilie. Das Angebot an Elektrofahrzeugen erstrecke sich über alle marktrelevanten Segmente, hieß es bei der Verleihung der so genannten „Autobest Awards“. In Paris stellte Vinfast die Modelle VF 6, VF 7, VF 8 und VF 9 vor, die die Segmente B bis E abdecken.

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