Volkswagen-Leasing: Seit 50 Jahren im Aufschwung
Am 18. Oktober 1966 startete die VW-Leasinggesellschaft. Heute ist sie die größte automobile Leasinggesellschaft in Europa. Die Bedeutung des Finanzdienstleisters steigt stetig.
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Heute vor 50 Jahren startete die Volkswagen Leasing GmbH als erste automobile Leasinggesellschaft in Deutschland. Im Verlauf der Jahrzehnte entwickelte sich das Unternehmen vom Newcomer zum Leasing- und Mobilitätspionier. Mittlerweile ist Volkswagen Leasing mit einem Vertragsbestand von mehr als 1,2 Millionen Fahrzeugen die größte automobile Leasinggesellschaft in Europa.
Weltweit hat die Volkswagen-Finanztochter rund 2,7 Millionen Leasingverträge im Bestand. „Das Leasinggeschäft im Volkswagen-Konzern ist eine echte Erfolgsgeschichte“, sagt Gerhard Künne, Sprecher der Geschäftsführung von Volkswagen Leasing. „Das uralte Leasingprinzip ’Nutzen statt Besitzen‘ ist aktueller denn je. Mobilität wird immer eine Nachfrage haben – sowohl für Privatkunden als auch für Unternehmen.“
Vom Gewerbe- zum Privatkunden
Während in den Anfängen hauptsächlich gewerbliche Kunden im Mittelpunkt von VW-Leasing standen, fiel der Blick in den letzten Jahren insbesondere auf die einfache Abwicklung der Leasingverträge und auf Privatkunden. So entstand 2011 „Leasing-Rücknahme Online“ mit einem von der Dekra zertifizierten Rückgabeprozess. Gemeinsam mit dem Schadenkatalog wird damit die Rücknahme des Leasingfahrzeugs für Händler und Kunden transparenter. 2015 folgte eine Privatkunden-Leasingoffensive. Bis Juni 2016 haben sich die Neuzugänge im Privatleasing gegenüber dem Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt.
„In Zukunft werden wir eine größere Flexibilisierung der heute bekannten Leasingmodelle erleben. Ein großer Treiber dafür werden Telematiklösungen sein. Durch sie werden wir bald die Möglichkeit haben, die Nutzung der Fahrzeuge in Echtzeit abzurechnen. Auch die Tankkosten werden in ein paar Jahren Bestandteil der Leasingrate sein. Spätestens dann können wir von einer wirklichen Mobilitätsrate reden“, prognostiziert Künne.
Aus den USA kommend
Das Ursprungsland des Leasings sind die USA. Die Idee, diese Finanzierungsform auch für den Absatz der Fahrzeuge aus dem VW-Konzern zu nutzen, hatte Carl Hahn, Vorstandsvorsitzender von Volkswagen von 1982 bis 1992. Während seines USA-Aufenthalts als Leiter der „Volkswagen Group of America“ (1959-1964) erkannte Hahn die strategische Bedeutung des Leasings für den Volkswagen-Konzern in Deutschland. Am 18. Oktober 1966 gründete der VW-Konzern schließlich die Volkswagen Leasing.
Schon früh legte Volkswagen Leasing den Fokus auf das Full-Service-Leasing. 1975 konnten Kunden erstmals Wartungs- und Verschleißreparaturen, Kfz-Versicherungen sowie einen Steuer- und Verkehrsrechtschutz in den Leasingvertrag integrieren. Wenig später folgte der Reifenersatz. 1983 kam die bargeldlose Abwicklung von Wartung und Reparatur auch in Teilen des Auslands hinzu. Inzwischen sind laut Künne 75 Prozent der Leasingverträge von Volkswagen Leasing mit ergänzenden Dienstleistungen ausgestattet.
Ursprünglich hatten sich die Leasingangebote an gewerbliche Kunden gerichtet. Besonders für sie erwies sich die Freisetzung von Kapital als echter Vorteil, mussten sie ihr Geld nicht mehr in Fahrzeuge, sondern konnten es in die Betriebsausstattung investieren, wo es sich zumeist besser verzinst. Heutzutage ist die Leasing-Branche Deutschlands größter Investor mit einem Investitionsvolumen von 52,8 Milliarden Euro im Jahr 2015. Der Anteil von Pkws und Nutzfahrzeugen am Leasing-Neugeschäft beträgt mehr als 70 Prozent, so der Bundesverband Deutscher Leasingunternehmen e.V. (BDL).
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