Volkswagen: Mobilität des Wirtschaftswunders

Autor / Redakteur: Konrad Wenz / Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Es gibt Oldtimerexperten, die behaupten, dass der erste Volkswagen in Amerika gebaut wurde. Denn ursprünglich ging es beim Volksauto nicht darum, eine Kraftfahrzeugmarke zu etablieren. Es ging vielmehr um eine Idee: Mobilität für die breite Masse.

Anbieter zum Thema

„Es ist ein Phänomen: Sobald man von einem kleinen Kind verlangt, ein Auto zu malen, hat man nachher meist einen Käfer auf dem Papier“, sagt Eberhard Kittler, Leiter Volkswagen Classic. Sicher, daran kann man zweifeln, aber unbestritten ist: Kein anderes Automobil hat die deutsche Mobilität so beeinflusst wie der Käfer von Volkswagen.

Die Abteilung Volkswagen Classic ist der Konzernkommunikation angegliedert und hat vornehmlich zum Ziel, die Tradition zu wahren. Sie wurde zum Beginn des Jahres 2009 neu aufgestellt. Zudem ist sie für den Konzern ein wichtiges Instrument der Markenpflege und soll die verschiedenen Aktivitäten der einzelnen Geschäftsbereiche wie Stiftung Automuseum oder VW Classic Parts bündeln.

„Wir sind Europas größter Automobilhersteller und haben eine spannende und höchst emotional aufgeladene Tradition“, erklärt Kittler. Diese gelte es zu pflegen. Denn nur mit dem Wissen um die Herkunft und Faszination der Marke könne man auch künftig Autos verkaufen.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 14 Bildern

Gerade die Teileversorgung ist bei Oldtimern ein Kernthema. Über den Geschäftsbereich VW Classic Parts (www.vw-classicparts.de) besorgt Volkswagen die Teile, die der Markt für die Instandsetzung, Wartung und Werterhaltung der norddeutschen Oldies braucht. Rund 50.000 Positionen sind derzeit bei VW Classic Parts gelistet. Die Wolfsburger Teilespezialisten sind überzeugt, dass sie damit den größten Teil der Anfragen befriedigen können. Sollte dies einmal nicht der Fall sein, schrecken sie allerdings auch vor dem Nachbau – bis hin zur Einzelteilfertigung – nicht zurück.

Ein weiterer wichtiger Baustein der Traditionspflege ist die 1985 gegründete Stiftung Automuseum Volkswagen. Ihre Sammlung umfasst heute rund 240 Exponate. Allerdings sprengen diese Ausstellungsstücke den Platzrahmen. Vorgesehen waren einmal 80 Exponate. Hier findet der Besucher den Cabrio-Prototypen von 1949, aber auch ältere Modelle, beispielsweise aus dem Jahr 1938.

Und damit kommen wir wieder zu den Ursprüngen der deutschen Marke: Es gibt Oldtimerexperten, die behaupten, dass der erste Volkswagen in Amerika gebaut wurde. Denn ursprünglich ging es beim Volksauto nicht darum, eine Kraftfahrzeugmarke zu etablieren. Es ging vielmehr um eine Idee: Mobilität für die breite Masse.

(ID:296493)