Startschuss in England Volvos Weg zum Direktvertrieb

Von Julia Mauritz 5 min Lesedauer

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Der schwedische Premiumhersteller will in zwei Jahren in Deutschland seine Fahrzeuge nur noch direkt vertreiben. Steffen Freichel, Director Commercial Operations bei Volvo Deutschland, erläutert die kommenden Schritte.

In Großbritannien sind Volvo-Neuwagen seit Juni ausschließlich über den digitalen Shop des Herstellers erhältlich.(Bild:  The Creative Box - stock.adobe.com/Screenshot Volvo)
In Großbritannien sind Volvo-Neuwagen seit Juni ausschließlich über den digitalen Shop des Herstellers erhältlich.
(Bild: The Creative Box - stock.adobe.com/Screenshot Volvo)

Im Jahr 2025 will Volvo in Deutschland von der aktuellen Mischform aus einem klassischen Retailkonzept und einem Direktvertriebsmodell zum reinen Direktvertrieb mit einem Omnichannel-Ansatz wechseln. Dieser Schritt ist in Großbritannien als erstem europäischen Markt bereits Mitte Juni vollzogen worden. Anders als in Deutschland, wo die Kunden aktuell noch frei entscheiden können, ob sie ihren Neuwagen über ihren Händler oder direkt über den Hersteller erwerben möchten, können die Briten ihr Fahrzeug seitdem nur noch digital kaufen, leasen, finanzieren oder abonnieren. Ihr Vertragspartner ist ab sofort immer Volvo. Die Verkaufsanbahnung findet rein digital oder über die Volvo-Partner statt, je nach Wunsch des Kunden.

Der britische Webshop von Volvo gibt einen Ausblick, wie der Verkaufsprozess künftig in Deutschland aussehen wird. Der schwedische Hersteller hat nicht nur die Konfigurationsmöglichkeiten, das digitale Produkterlebnis und den Zubehör-Erwerb verbessert, sondern vor allem den rein digitalen Transaktionsprozess: Der Nutzer wählt aus, ob er ein Privatkunde oder ein Gewerbekunde ist, entscheidet dann, welche Kaufoption er bevorzugt, und sieht gleich die entsprechende Kaufsumme oder monatliche Rate. Er kann einen Wunschhändler auswählen für die Auslieferung oder sich das Fahrzeug kostenlos nach Hause liefern lassen. Zudem sieht er die erwartete Lieferzeit. Während das Frontend steht, sind die Backendsysteme aktuell noch in der Entwicklung.