Volvo V60: Zurück zu den Wurzeln

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Zum Marktstart gibt es den Benziner T6 mit 228 kW/310 PS in Verbindung mit Allradantrieb und einem Achtgang-Automatikgetriebe sowie die beiden Dieselmotoren D3 und D4 mit einer Leistung von 110 kW/150 PS bzw. 140 kW/190 PS, jeweils mit Frontantrieb und wahlweise Sechsgang-Schaltgetriebe oder Achtgang-Automatikgetriebe. Thomas Bauch rechnet beim V60 mit einem Dieselanteil von 50 Prozent.

Zur Serienausstattung zählen neben umfangreichen Komfortfunktionen wie einem Infotainment-System mit Freisprecheinrichtung, einem Audiosystem und einer Klimaautomatik ein Licht- und Regensensor, eine Einparkhilfe vorne und ein Bergfahrassistent. Ebenfalls Serie sind LED-Scheinwerfer mit Fernlichtassistent.

Mehrere neue aktive Sicherheitssysteme

Weiterentwickelt hat Volvo im V60 zahlreiche Sicherheitssysteme, vor allem im Bereich der Kollisionsvermeidung. Sie sind größtenteils serienmäßig mit an Bord. So verfügt das City-Safety-Notbremssystem jetzt über eine Lenkunterstützung, die dem Fahrer bei einem drohenden Unfall Lenkimpulse gibt, um Hindernissen auszuweichen und das Fahrzeug anschließend zu stabilisieren. Ebenfalls neu ist eine Notbremsfunktion, die zum Einsatz kommt, wenn ein Frontalzusammenstoß droht. Sie reduziert die Fahrgeschwindigkeit, um die Unfallfolgen zu verringern. Auch das Cross-Traffic-Alert mit Bremseingriff gab es hier vorher nicht.

Fazit: Mit dem neuen V60 hat Volvo ins Schwarze getroffen: Die langgestreckte Motorhaube, der lange Radstand und die klaren Linien machen den Premiumkombi „einfach schön“. Die im Vergleich zum Vorgänger 12,6 Zentimeter mehr Länge kommen den Insassen und dem Kofferraum zugute, der 529 Liter schluckt – 99 Liter mehr als der alte V60.

Der hochwertige Innenraum ist, wie bei den anderen Modellen der aktuellen Volvo-Generation, extrem reduziert und sorgt damit für deutlich mehr Premiumgefühl als beim Vorgänger: Der zentrale Touchscreen im Tabletformat macht einen Großteil der sonst üblichen Knöpfe überflüssig.

Der V60 ist das ideale Reiseauto mit einem hohen Fahrkomfort und einem geringen Geräuschniveau im Innenraum. Angesichts der guten Eigenschaften des getesteten Dieselantriebs ist es schade, dass die Schweden die Selbstzünder auslaufen lassen – das Schwestermodell S60 kommt bereits ohne Dieselantrieb auf den Markt. Der getestete 150-PS-starke V60 mit Achtgang-Automatik verbrauchte auf der rund 50 Kilometer langen Testfahrt, die überwiegend auf Landstraßen und im Stadtverkehr stattfand, verträgliche 6,4 Liter. Anders als die Tanknadel schießt der Preis beim V60 in die Höhe, wenn man mehrere Zusatzpakete bucht: Dann kann der V60, wie beim Testwagen in der Momentum-Ausstattung, ruckzuck von 45.500 Euro auf über 60.000 Euro steigen.

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