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Volvo V60: Zurück zu den Wurzeln

| Autor: Julia Mauritz

Als legitimen Nachfolger des bereits 2016 ausgelaufenen Familienkombis V70 positioniert Volvo die zweite V60-Generation im Markt. Der Kölner Importeur traut ihr zehn Prozent seines Verkaufsvolumens zu.

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Seinen neuen V60 positioniert Volvo als Nachfolger des praktischen Kombis V70 im Markt.
Seinen neuen V60 positioniert Volvo als Nachfolger des praktischen Kombis V70 im Markt.
(Bild: Volvo)

Seit März sind die Auftragsbücher geöffnet. Seit ein paar Tagen tourt Volvo durch acht deutsche Städte, um seinen neuen Premium-Mittelklassekombi potenziellen Kunden zu präsentieren. Und Mitte Juli rollt die zweite V-60-Generation dann auch ganz offiziell in den Handel.

Mit seinem direkten Vorgänger hat der neue V60 dabei wenig gemeinsam: Das neue Modell, das zum Marktstart preislich bei 40.100 Euro beginnt, ist deutlich länger geworden. Es ist durch seine steile Heckscheibe stärker auf eine hohe Praktikabilität ausgelegt und adressiert dadurch auch andere Kunden. Volvo-Deutschland-Geschäftsführer Thomas Bauch rechnet mit einem höheren Privatkundenanteil als bisher: Er geht, wie früher beim Volvo V70, davon aus, dass rund 50 Prozent der Käufer Privatkunden sein werden, in erster Linie Familien, die einen großen Kofferraum schätzen und die mit einer Dachbox in den Urlaub fahren wollen, die sie ohne Leiter ein- und ausräumen können.

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Ein genaues Verkaufsziel für das erste volle Verkaufsjahr 2019 nennt Thomas Bauch nicht – nur, dass er dem neuen V60 zehn Prozent des gesamten Volvo-Verkaufsvolumens zutraut. Mit dem bereits im März 2018 gestarteten Vorverkauf zeigte er sich zufrieden.

Neben dem klassischen Vertrieb ist der neue Volvo V60 – wie bereits der XC40 – auch als Online-Abo über die digitale Plattform des Herstellers Care-by-Volvo verfügbar. Während der XC40 bislang nur für zwei Jahre abonnierbar war, können die V60-Abonnenten künftig zwischen einer Laufzeit von 6, 12, 24 und 36 Monaten wählen. „Dadurch werden wir besser den verschiedenen Anforderungen unserer Kunden gerecht“, erklärt Thomas Bauch.

Der Geschäftsführer geht davon aus, dass sich hierzulande zwischen vier und elf Prozent der V60-Fahrer für das Abo-Modell entscheiden werden. Global und modellübergreifend hatte Volvo-Chef Hakan Samuelson kürzlich eine deutlich höhere Quote genannt: Bis 2025, glaubt der Manager, werde jeder zweite Kunde ein Subscriptionsmodell favorisieren.

Preise fallen auf unter 40.000 Euro

Das Premium-Mittelklassemodell ist zum Marktstart, wie gewohnt bei Volvo, mit einem beschränkten Angebot erhältlich – die Käufer haben die Wahl zwischen zwei höheren Ausstattungslinien (Momentum und Inscription) und drei leistungsstarken Antrieben. In den kommenden Monaten rundet der Hersteller sein Angebot nach unten ab, sodass der Einstiegspreis zum Jahresende hin unter 40.000 Euro fallen wird. Ebenfalls zum Jahresende spendiert Volvo dem Kombi gleich zwei Plug-in-Hybridantriebe: den V60 Twin Engine T8 und den ganz neuen, 340 PS starken Twin Engine T6, der 340 PS auf die Straße bringt. Darüber hinaus kommt zum Jahresende das aus anderen Modelllinien bekannte Sondermodell Ocean Race auf den Markt. Perspektivisch ist auch die Einführung von Mildhybrid-Benzinern mit einer 48-Volt-Batterie an Bord geplant.

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 Julia Mauritz

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Redakteurin