Gefahren – Volvo XC40: Schwedischer Charakterkopf

Volvos erstes Kompakt-SUV startet bei 31.350 Euro

| Autor: Julia Mauritz

Noch in diesem Jahr soll es den Volvo XC40 auch als Plug-in-Variante geben.
Noch in diesem Jahr soll es den Volvo XC40 auch als Plug-in-Variante geben. (Bild: Mauritz/»kfz-betrieb«)

Im Revier der Premium-Kompakt-SUVs wird es langsam richtig eng: Am 9. und 10. März rollt der neue Volvo XC40 in den Handel. Er tritt gegen starke Wettbewerber wie den Jaguar E-Pace, den BMW X2, den Audi Q3 oder den Mercedes GLA an und soll vor allem junge Individualisten mit einem Durchschnittsalter zwischen 26 und 45 Jahren ansprechen. Einfangen will der schwedische Hersteller sie vor allem mit einem frischen Design, mit der hohen Praktikabilität im Innenraum und einem ganz neuen Mobilitätsangebot.

Zum Marktstart selbst ist der XC40 ausschließlich als Allradler mit den beiden hochwertigen Ausstattungen Momentum und R-Design sowie wahlweise mit einem kraftvollen 182 kW/247 PS Vierzylinder-Turbobenziner oder einem 140 kW/190 PS starken Vierzylinder-Turbodiesel unter der Motorhaube erhältlich. Letzterer erfüllt die seit September 2017 geltende Abgasnorm Euro 6d-Temp. Das alles hat natürlich auch seinen Preis: Mindestens 44.800 Euro müssen die Käufer aktuell noch investieren, um Volvos jüngsten Nachwuchs zu fahren.

Schon im Frühjahr wird es jedoch deutlich günstiger: Dann rundet der schwedische Hersteller den XC40 nämlich mit einem frontangetriebenen 114 kW/156 PS starken 1,5-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner nach unten ab. Anders als die beiden leistungsstarken Motorisierungen, die mit einem Achtgang-Automatikgetriebe kombiniert sind, verfügt der XC40 dann über ein Sechsgang-Schaltgetriebe. Kostenpunkt für die Basisversion mit manueller Schaltung: 31.350 Euro.

Am Jahresende soll dann auch noch eine Plug-in-Hybridvariante folgen. Ebenfalls in Planung, allerdings zeitlich noch nicht genau terminiert, ist ein rein elektrisch fahrender XC40.

Genaue Absatzzahlen nennt Volvo-Deutschland-Geschäftsführer für das erste volle Verkaufsjahr nicht. Er rechnet aber damit, dass der XC40 2019 nach dem Bestseller XC60 in Deutschland auf Platz zwei im Verkaufsranking liegen wird. 10.000 Einheiten dürften somit eine Richtlinie sein.

Eigenständiger Charakter

Unter dem Strich hat Volvo mit dem XC40 alles richtig gemacht: Das Kompakt-SUV ist aus Designsicht zwar gleich als kleiner Bruder des XC60 und XC90 erkennbar, hat jedoch einen eigenständigen und durchweg stimmigen Charakter. Vor allem in der Heckansicht differenziert sich der XC40 sich deutlich von den beiden anderen SUVs.

Der Innenraum des 4,4 Meter langen Lifestyle-SUVs ist großzügig dimensioniert und auch in puncto Kopffreiheit gibt es nicht viel zu meckern. Nur bei der Rundumsicht gibt es aufgrund des speziellen Designs der extrem breiten C-Säule einen Abzug in der B-Note. Sofern sie in einem Modell ohne Panoramadach sitzen, haben die Insassen nur bedingt einen freien Blick auf die vorbeirauschende Landschaft.

Der Kofferraum, der optional mit einem faltbaren Doppelboden und Haken für den Einkauf erhältlich ist, schluckt mindestens 460 Liter. Pfiffige Ablagemöglichkeiten haben sich die Entwickler auch für den Innenraum einfallen lassen. Auffällig sind vor allem die üppigen Fächer in den Türen und der großzügige Stauraum in der Mittelkonsole: Dort lässt sich nicht nur das Smartphone induktiv aufladen, sondern auch eine Kleenex-Box unsichtbar verstauen. Die Schublade unter dem Fahrersitz bietet indes genug Platz für ein Notebook. Ebenfalls praktisch für Einkäufe: Ein Taschenhaken, der sich aus dem Handschuhfach ausklappen lässt.

Positiv auf die Innenraumanmutung wirkt sich die deutlich reduzierte Anzahl an Schaltern und Knöpfen aus. Das zentrale Bedienelement ist wie bei den anderen neuen Volvo-Modellen auch ein hochformatiger Touchscreen im Tabletformat, dessen Bedienung allerdings etwas Übung erfordert.

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