Volvo: XC60-Modellwechsel erhöht den Vertriebsdruck
Im Juli kommt der neue Volvo-Bestseller auf den Markt. Doch zuvor gilt es für den Handel, ein hohes Kontingent des Auslaufmodells erfolgreich zu vermarkten.
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Mit 42.268 Einheiten will Volvo in diesem Jahr einen neuen Verkaufsrekord in Deutschland sicherstellen. Seit 1998 liegt der Bestwert der schwedischen Marke hierzulande bei 42.267 verkauften Autos. Folglich ist der Vertriebsdruck groß, der auf den deutschen Händlern lastet. Der Modellwechsel beim Markenbestseller XC60 im kommenden Juli verschärft die Lage zusätzlich.
„Für den Handel ist die aktuelle Situation außergewöhnlich: Da der auslaufende Volvo XC60 mit einem jährlichen Verkaufsvolumen von 15.000 Einheiten nach wie vor unser Bestseller ist, müssen unsere Vertragspartner jetzt ein ungewohnt hohes Fahrzeugkontingent ordern“, erklärte Volvo-Deutschland-Geschäftsführer Thomas Bauch im Interview mit »kfz-betrieb«.
Die Sorgen der Händler hält er dennoch für unbegründet. Zum einen unterstütze Volvo den Abverkauf des Auslaufmodells sehr gut, und zum anderen sei die Kundennachfrage nach dem Modell ungebrochen hoch. „Am Ende wird jeder Händler froh sein, genügend Ware vom alten Volvo XC60 bestellt zu haben“, ist sich Bauch sicher. Denn das Produktionsvolumen des Nachfolgers für Deutschland ist in diesem Jahr auf 5.000 Einheiten beschränkt.
Der Grund für das außergewöhnlich hohe Produktionsvolumen in der Run-Out-Phase liegt in der Produktionsverlagerung des SUVs von Belgien nach Schweden begründet. Im Volvo-Werk in Göteborg-Torslanda teilt sich der neue XC60 die SPA-Produktarchitektur mit dem XC90 und dem V90. Der Produktionsstart ist für Mitte April vorgesehen: „Dieser Wechsel führt auch zur ungewöhnlichen Überlappung der Produktion in den ersten Monaten, in denen das alte Modell in Gent noch parallel weitergebaut wird“, schildert Thomas Bauch.
Neuer XC60 startet bei 48.050 Euro
Auf die erwartet hohe Nachfrage nach dem neuen XC60 reagiert der Hersteller durch eine Erhöhung des stündlichen Produktionsvolumens von 54 auf 62 Autos im 3-Schicht-Betrieb. Zudem erhöht er die Zahl der Mitarbeiter um 800 zusätzliche Arbeitskräfte. Daneben hatte Volvo jüngst die Produktion der Limousine S90 nach China verlagert.
Zur Markteinführung im Juli wird das Angebot beim neuen XC60 bei 48.050 Euro für das 190 PS starke Modell D4 mit Allradantrieb und Achtgang-Automatik starten. „Ausstattungsbereinigt liegen wir damit zwischen 1.500 und 1.600 Euro über den vergleichbaren Vorgängermodellen“, bemerkt Thomas Bauch. Später will Volvo die Baureihe leistungsmäßig und preislich auch nach unten abrunden. Hinsichtlich der Verkaufserwartungen rechnet der Kölner wie beim Vorgänger mit einem Segmentanteil von 15 Prozent.
Das komplette Interview mit Volvo-Deutschland-Geschäftsführer Thomas Bauch lesen Sie in der Ausgabe 14 von »kfz-betrieb«, die am 7. April erscheint. Abonnenten finden es dann zudem online als PLUS-Fachartikel.
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