Werkstattausrüstung für Karosserie- und Lackarbeiten Vom Blechbügeleisen bis zum Schnapsbrennerkessel

Von Dipl.-Ing. (FH) Kfz-Technik Peter Diehl 4 min Lesedauer

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Die Würzburger Karosserie- und Schadenstage (WKST) bieten mehr als nur Fachvorträge und praktische Vorführungen. Zugleich besitzen sie den Charakter einer Fachmesse, bei der zuletzt rund 90 Aussteller zusammenkamen. Ein Ausschnitt aus dem Angebot.

Funktioniert nach dem Prinzip eines Bügeleisens: Metallische Außenhautteile lassen sich mit dem Spotter-Zubehör von Palbeck glätten, Temperatursenkung mittels Druckluft lässt sogenannte Frösche verschwinden.(Bild:  Diehl – VCG)
Funktioniert nach dem Prinzip eines Bügeleisens: Metallische Außenhautteile lassen sich mit dem Spotter-Zubehör von Palbeck glätten, Temperatursenkung mittels Druckluft lässt sogenannte Frösche verschwinden.
(Bild: Diehl – VCG)

Zunächst wirken 90 Aussteller als keine große Zahl, insbesondere im Vergleich mit den Ausstellerzahlen der Automechanika in Frankfurt, der Autopromotec in Bologna (Italien) oder der Autozum in Salzburg (Österreich). Doch waren es ausschließlich Aussteller, die dem Bereich Karosserie und Lack zuzuordnen sind – das liest sich schon anders. Deshalb war es auch nicht einfach, für diesen Beitrag sieben Exponate auszuwählen. Hier erwähnt zu werden, hätten wesentlich mehr Exponate verdient.

Induktionsheizgeräte sind im Kfz-Handwerk inzwischen eine bekannte Größe. In ihrer Heizleistung abgestimmt auf die Anwendung, lassen sich mit ihnen Arbeiten an Metallteilen wie Rahmen oder Karosserie ausführen, beispielsweise bearbeitete Rahmenteile spannungsfrei glühen sowie Park- und Hageldellen beseitigen. Das Gerät des Herstellers Prima Welders aus Albignasego bei Padua (Italien) funktioniert anders, vergleichbar mit einem Bügeleisen: Statt die Wärme induktiv im zu bearbeitenden Bauteil zu erzeugen, wird die Kohlefaserplatte des Geräts aufgeheizt und die Wärme auf das Bauteil übertragen. Auf diese Weise lassen sich beispielsweise Teile der Karosserieaußenhaut glätten, unabhängig davon, ob sie aus Stahl oder Aluminium bestehen. Abgekühlt wird mittels Druckluft. Der Temperaturwechsel stabilisiert das Blech, ein sogenannter Frosch verschwindet. Möglich sind flächige oder punktuelle Anwendungen. In Deutschland wird das Heizgerät, bei dem es sich um ein Spotter-Zubehör handelt, von der Palbeck GmbH (www.palbeck.de) im saarländischen Neunkirchen vertrieben. Zu zahlreichen Spottern besteht Kompatibilität, beispielsweise zu Deca, Cebotec, Flatliner, Tecna und Telwin.