VW: Mittelklasse-SUV startet 2016

Autor / Redakteur: press-inform / Andreas Wehner

Volkswagen schließt die ertragreiche Lücke zwischen Tiguan und Touareg. Das noch namenlose SUV auf Basis der Studie Crossblue ist fast so groß wie ein Audi Q7, kostet aber deutlich weniger.

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Der VW Crossblue soll die Lücke zwischen Tiguan und Touareg schließen.
Der VW Crossblue soll die Lücke zwischen Tiguan und Touareg schließen.
(Foto: Barenschee)

Volkswagen macht sich zunehmend Konkurrenz im eigenen Haus. In den nächsten Jahren wird die Modellpalette insbesondere durch weitere SUV deutlich ausgeweitet. So kommt 2016 nicht nur der kleine Crossover Taigun auf Up-Basis, sondern auch ein Mittelklasse-SUV, der die schmerzhafte Lücke zwischen den beiden Erfolgsmodelle Tiguan und Touareg schließt.

Das fünf Meter lange SUV basiert ebenso wie Golf, Passat oder die nächste Tiguan-Generation auf dem modularen Querbaukasten. Das Weltmodell dürfte im amerikanischen Werk Tuscaloosa oder in Mexiko gebaut werden; später folgt eine Produktion in China und nach Europa wird nach Vorbild von BMW X3 / X5 oder Mercedes ML importiert. Ein erster Test zeigt, dass sich nicht nur Großfamilien freuen können.

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Auf der Detroit Motor Show im Januar dieses Jahres zeigte Volkswagen mit dem Crossblue Concept eine Studie, die es optisch wie technisch in sich hatte. Fünf Meter Länge, Platz für bis zu sieben Personen oder 2.000 Liter Laderaum; dazu Allradantrieb, sowie Benziner / Diesel und Plug-in-Hybridantrieb. In den USA dürfte die Mischung aus Sharan und Touareg bei günstigen 30.000 Dollar beginnen. In Europa sollte es je nach Modell und Ausstattung bei 35.000 bis 40.000 Euro starten. Damit gäbe das 2016 auf den Markt kommende Realmodell des VW Crossblue Concept den Billig-Q7.

Die Dimensionen der Allzweckwaffe sind stattlich. Knapp fünf Meter lang und zwei Meter breit schindet bereits die blaue Studie mächtig Eindruck. „Unser neues Frontdesign ist hier bereits zu erkennen“, erklärt Dzemal Sjenar, leitender Entwicklungsingenieur im Hause Volkswagen, verantwortlich für die Konzeptfahrzeuge, „wir hatten die klare Vorgabe, die Studie realitätsnah mit Serienkomponenten umzusetzen. Das ist uns gelungen.“

Und wirklich ist das blaue SUV-Wunder keine Studie aus dem Reich Wolfsburger Träume. Die Plattform präsentiert mit einem Radstand von 2,98 Meter und einer breiten Spur, was mit dem modularen Querbaukasten alles möglich ist. „Das zeigt, wie weit wir diese flexible Architektur bei Radstand und Spurweite variieren können“, so Sjenar.

305 PS aus Elektromodul und Dieseltriebwerk

Für den Antrieb sorgen Module aus dem Konzernregal. An der Vierlenkerhinterachse arbeitet ein 85 kW/115 PS starkes Elektromodul aus dem jüngst vorgestellten E-Golf. Unter der Motorhaube grollt ein zwei Liter großer Common-Rail-Diesel aus der aktuellen Golf-GTD-Generation mit 140 kW/190 PS. Im sechsstufigen Doppelkupplungs-Getriebe DQ 400 E ist ein zweites Elektrotriebwerk mit 40 kW/55 PS untergebracht.

Kein Wunder, dass sich die Fahrdaten sehen lassen können. Die Gesamtleistung des hybriden Dreigestirns beträgt 305 PS. „An der Steckdose aufgeladen, schafft der Familien-SUV bis zu 33 Kilometer rein elektrisch“, sagt Dzemal Sjenar, „bis Tempo 120. Der Normverbrauch liegt bei 2,1 Litern.“ Die Höchstgeschwindigkeit im Normalbetrieb liegt bei konkurrenzfähigen 205 km/h. Den Spurt 0 auf Tempo 100 schafft der Zukunftsallradler Dank 700 Nm maximalem Drehmoment in 7,5 Sekunden.

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