Dem Auto reicht es zudem in Zukunft, wenn der Fahrer die Hand ohne Druck auf das berührungsempfindliche Lenkrad legt, um nicht nach einigen Sekunden in panisches Piepsen und Rütteln zu verfallen. Ein mehrstufiges Alarmsystem steht aber selbstredend bereit. Sollte der Fahrer dieses zu lange ignorieren und inaktiv bleiben, bremst der Passat von selbst sensorgesteuert herunter und fährt auf den Standstreifen, um Fahrer und Auto aus dem Gefahrenbereich zu bringen. Außerdem neu im Passat: LED-Matrixlicht, das aus dem Touareg bekannt ist. Dabei verändern die Bremsleuchten beispielsweise beim Bremsen ihre Form. VW ist davon überzeugt, dass das die Aufmerksamkeit bei nachfolgenden Fahrern erhöht. Für mehr Komfort soll zudem ein neues Dämpfersystem sorgen, das bis zu 15 verschiedene Stufen zwischen ultrakomfortabel und extrem sportlich bereithält.
Nur der GTE erfüllt Euro 6d
Und motorentechnisch? Da bringt VW mit dem Passat unter anderem den Plug-in-Hybrid zurück. Wegen der Umstellung auf WLTP ist schon seit Längerem kein Teil-Stromer der Wolfsburger bestellbar. Der neue Passat GTE wird dann aber direkt die Abgasnorm 6d erfüllen und soll im Vergleich zum Vorgänger elektrisch ein ganzes Stück weiter kommen. Laut VW wächst die Reichweite auf 55 Kilometer. Bislang gaben die Wolfsburger jenen Wert mit 50 Kilometer an. Auf den ersten Blick ist der Elektro-Fortschritt marginal, allerdings ist die neue Angabe nach WLTP gemessen, während die bisherige auf dem NEFZ-Zyklus basierte. Effektiv soll der künftige Passat GTE reinelektrisch laut VW etwa 20 Kilometer mehr zurücklegen können als bislang.
Generell dürfte der Hybrid wegen der neuen Dienstwagen-Versteuerung von nur noch 0,5 Prozent auf elektrifizierte Fahrzeuge für Flottenkunden zu einer attraktiven Alternative werden. Der 13 kWh-starke Akku (bisher: 9,9 kWh) bringt es mit dem 1,4-Liter Vierzylinder-Benziner auf eine Systemleistung von 218 PS. An einer herkömmlichen Steckdose soll die Batterie nach gut sechs Stunden wieder vollständig geladen sein, an einer Wallbox oder Ladesäule soll es nur vier Stunden dauern.
Daneben wird es das Passat-Facelift mit drei Benzinern (150 PS, 190 PS, 272 PS) und vier Diesel-Motoren (120 PS, 150 PS, 190 PS, 240 PS) geben. Die 150-PS-Selbstzündervariante ist VW zufolge eine Neuentwicklung und soll im Vergleich zum bisher angebotenen gleich starken Aggregat bis zu 10 Gramm CO2 auf 100 Kilometern einsparen können. Alle Verbrenner des Passat erfüllen die Norm Euro-6d-temp. Und das verwundert dann doch ein wenig: Denn im September folgt die nächste Verschärfung bei den Abgastests, Euro-6d-temp-Fahrzeuge dürfen in der EU nur bis zum 31. Dezember 2020 erstmals zugelassen werden, danach muss es Euro 6d sein. Heißt: VW muss den Passat so oder so schon in absehbarer Zeit wieder über die Prüfstände jagen und auf den künftigen Standard heben.
Stellt sich die Frage, warum man das nicht von vornherein bei allen Varianten und nicht nur beim GTE getan hat. Ein neues Zertifikate- und Verfügbarkeits-Schlamassel wie im vergangenen Herbst bei der Umstellung auf WLTP dürften die Wolfsburger schließlich um jeden Preis vermeiden wollen. Schon zuletzt hatte der Hersteller allerdings davor gewarnt, weitere WLTP-Probleme nicht ausschließen zu können.
Zu Preisen und Verkaufszielen für den Passat äußerte sich VW am Mittwoch bei einem Technik-Workshop in Hamburg nicht. Vermutlich wird sich das Auto ähnlich wie die aktuelle Version in Regionen ab etwa 32.000 Euro bewegen. Bleibt die Frage, ob das Facelift nun tatsächlich der letzte neue Passat sein wird. Ein VW-Sprecher sagte dazu, dass es aktuell keine solchen Pläne gebe. „Der Passat ist das erfolgreichste Mittelklasse-Modell weltweit. Für uns ist er ein extrem wichtiges Auto, gerade im Geschäftskundenbereich. 80 Prozent aller verkauften Passat-Einheiten entfallen auf jenes Segment“, sagte er.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Nichtsdestotrotz soll bis 2025 nach den eigenen Vorstellungen der Wolfsburger jeder zweite neu verkaufte Volkswagen ein SUV sein. Gleichzeitig nimmt die Transformation hin zur Elektromobilität mit völlig neuen Modellen bei VW Fahrt auf. Allein jene beiden Trends werfen Fragen auf, wo der Passat in Zukunft seinen Platz finden soll. Kann das Facelift den Abwärtstrend der vergangenen Jahre nicht stoppen, dürften seine Aktien weiter sinken.