VW ruft mehrere Modelle in die Werkstatt

Von Niko Ganzer

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Rückrufe gibt es bei VW auch ohne Abgasskandal. Zahlreiche Software-Updates, aber auch mechanische Arbeiten sind am neuen Passat zu erledigen. Zudem läuft seit August ein Airbag-Rückruf.

Am VW Passat stehen verschiedene Servicearbeiten an.(Foto:  Volkswagen)
Am VW Passat stehen verschiedene Servicearbeiten an.
(Foto: Volkswagen)

Rückrufe gibt es bei VW auch ohne Abgasskandal. Anfang August hat der Hersteller eine Airbag-Aktion gestartet, Mitte August wurde eine Serviceaktion für die aktuelle Generation des VW Passat (B8) durchgeführt, die je nach Motor- und Ausstattungsvariante zahlreiche „qualitätsverbessernde Maßnahmen“ beinhaltet. Ein VW-Sprecher wollte auf Anfrage keine Auskünfte zu den Maßnahmen geben, so dass Details zu Stückzahlen, genauen Abhilfemaßnahmen und Abarbeitungsstand der beiden Aktionen nicht vorliegen.

Der Airbag-Rückruf betrifft laut einem Warnhinweis des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) die Modelle Amarok, Caddy, Polo, Tiguan und Touran des Baujahrs 2013. Aufgrund eines fehlerhaften Schweißprozesses am Gasgenerator kann der Fahrerairbag im Falle eines Unfalls unter Umständen nicht korrekt entfalten. Ob die Aktion im Zusammenhang mit den Takata-Problemen oder mit dem im Juli gemeldeten Airbag-Rückruf in den USA steht, ist unklar. Damals waren bis auf den Tiguan andere Modellreihen und ein längerer Bauzeitraum genannt worden.

Ebenfalls im Sommer gestartet wurde unter dem Aktionscode „91M7“ eine Serviceaktion, bei der verschiedenste Probleme auf einmal behoben werden sollen. Das führt dazu, dass Besitzer eines VW Passat VIII mitunter einen kompletten Tag auf ihr Fahrzeug verzichten müssen. Nach Informationen von »kfz-betrieb« stehen vor allem Softwareupdates auf dem Programm, unter anderem für das Kombiinstrument, den Spurwechselassistent, die Leuchtweitenregulierung, das automatische schlüssellose Schließ- und Startsystem und die Infotainment-Systeme „Discover Media“ und „Discover Pro“.

Aber auch einige mechanische Arbeiten müssen offenbar erledigt werden. So prüfen die VW-Partner, ob ein Stecker der Kraftstoffpumpe richtig verrastet ist. Im Passat mit dem 140-kW-TDI-Motor wird ein Leitungssatz für die Abgasklappensteuereinheit auf richtige Verlegung geprüft und das Ladeluftrohr ersetzt. Bei Modellen mit 176-kW-TDI wird das Druckhalteventil in der Kraftstoffrücklaufleitung geprüft und das Wärmeabschirmblech am Gleichlaufgelenk der rechten Gelenkwelle ausgebaut. Bei bestimmten Modellen werden auch die Halter für die Umfeld-Kamera vorne und die Türschlösser ersetzt.

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