Spindler-Gruppe VW-Traditionshändler verkauft jetzt auch Ora

Von Dr. Martin Achter 2 min Lesedauer

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Die Würzburger Autohausgruppe Spindler erweitert ihr Markenportfolio im Pkw-Geschäft. Künftig verkaufen die Unterfranken auch das chinesische Fabrikat Ora. Und noch eine weitere Marke könnte interessant sein.

Die Würzburger Autohausgruppe Spindler verkauft jetzt auch Fahrzeuge der China-Marke Ora.(Bild:  Achter – VCG)
Die Würzburger Autohausgruppe Spindler verkauft jetzt auch Fahrzeuge der China-Marke Ora.
(Bild: Achter – VCG)

Die Würzburger Autohaus-Gruppe Spindler ist jetzt Partner der chinesischen Fahrzeugmarke Ora. Das Unternehmen verkauft die Pkw des Fabrikats seit Mai, wie die Geschäftsführer Friederike Moritz und Daniel Heilig im Gespräch mit »kfz-betrieb« sagten. „Als regional verankerter Händler müssen wir neue Geschäftsfelder erschließen, um unsere wirtschaftliche Zukunft zu sichern“, erläuterte Heilig die Überlegung hinter der Portfolio-Erweiterung.

Spindler wird die Fahrzeuge zunächst am Stammsitz Würzburg verkaufen. Ein Standort, an dem Spindler vor längerer Zeit die Marke Seat angeboten hatte, wird jetzt für Ora umgebaut. „Das Geschäft setzen wir als eine eigene Präsenz um, losgelöst von den anderen Marken“, sagte Heilig. Vorgesehen ist insofern auch eigenes Verkaufspersonal für das Fabrikat. Und auch den Service für die Marke wird Spindler in Würzburg anbieten.

Spindler will mit Ora sein bisheriges Geschäft ergänzen: „Wichtig war uns bei der Auswahl von Ora, dass wir ein Produkt aufnehmen, das nicht in Konkurrenz zu unseren Hauptmarken steht und die Herstellermarken, die wir seit Langem vertreten, so nicht anbieten“, sagte Heilig. Und Co-Geschäftsführerin Moritz ergänzte, dass Ora aus Sicht Spindlers für ein eigenes Kundensegment interessant ist: „Mit Ora und einem Produkt wie dem Funky Cat bedienen wir das Lifestyle-Segment.“ Eine vergleichbare Marke sei etwa Mini.

Die Marke erst bei Kunden bekannt machen

Eine Herausforderung für den Vertrieb sieht Moritz darin, Ora in Deutschland „überhaupt erst bekannt zu machen“. Deswegen setzt Spindler neben klassischem Online- und Offlinemarketing vor allem auf Events in seiner Kernvertriebsregion, auf denen die Gruppe direkt mit potenziellen Käufern in Kontakt kommt. „Die Erfahrung zeigt, dass auf öffentlichen Veranstaltungen viele gute Gespräche mit Kunden zustande kommen“, sagte Geschäftsführerin Moritz.

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Im Markenportfolio Spindlers könnte künftig auch die Schwestermarke von Ora aus dem Great-Wall-Konzern, Wey, eine Rolle spielen. Zwar lägen dem Händler zu Wey aktuell zu wenige Informationen vor, sagte Geschäftsführer Heilig. „Grundsätzlich halten wir aber auch diese Marke für interessant.“

Händlervertriebsvertrag für Ora unterzeichnet. Im Bild von links: Jörg Kienel, District Manager Service Pkw bei Frey Import Services, Daniel Heilig,  Geschäftsführer Autohaus Gruppe Spindler und Kay Splettstoesser, District Manager Vertrieb Pkw, Frey Import Services. (Bild:  Autohausgruppe Spindler)
Händlervertriebsvertrag für Ora unterzeichnet. Im Bild von links: Jörg Kienel, District Manager Service Pkw bei Frey Import Services, Daniel Heilig, Geschäftsführer Autohaus Gruppe Spindler und Kay Splettstoesser, District Manager Vertrieb Pkw, Frey Import Services.
(Bild: Autohausgruppe Spindler)

Die Spindler-Gruppe, gegründet 1919, ist einer der Top-100-Player im deutschen Automobilhandel und -service. An 16 Standorten in Bayern und Thüringen verkauft und repariert das Unternehmen Fahrzeuge der Marken VW, VW Nutzfahrzeuge, Skoda, Seat, Cupra und Porsche. Im Jahr 2022 vermarktete der Händler 4.865 Neu- sowie 3.755 Gebrauchtwagen und beschäftigte 618 Mitarbeiter. Er kürzlich nahm Spindler mit dem französischen Spezial-Hersteller Ligier eine weitere Marke in sein Portfolio auf.

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