Outsourcing Warum die Wiest Group Ersatzmobilität auslagert

Von Dr. Martin Achter

Anbieter zum Thema

Der Händler in Südhessen unterhält heute nur noch eine kleine eigene Flotte an Werkstattersatzwagen. Der Rest kommt von einem Vermieter. Das Autohaus zieht daraus eine Reihe von Vorteilen.

Kein eigener Fuhrpark mehr für die Ersatzmobilität, sondern Fahrzeuge vom Vermieter: Nach einer großen Rückrufaktion hat die Wiest Group in Darmstadt ihr Konzept umgestellt und bindet dadurch weniger Kapital.(Bild:  Wiest-Gruppe)
Kein eigener Fuhrpark mehr für die Ersatzmobilität, sondern Fahrzeuge vom Vermieter: Nach einer großen Rückrufaktion hat die Wiest Group in Darmstadt ihr Konzept umgestellt und bindet dadurch weniger Kapital.
(Bild: Wiest-Gruppe)

Weltweit 530.000 betroffene Autos: Der Hersteller Audi rief 2020 massenhaft Fahrzeuge mit Mildhybrid-Systemen wegen technischer Probleme in die Werkstätten, die im schlimmsten Fall Brände auslösen konnten. Das führte bei vielen Händlern dazu, dass eine große Zahl an Kunden zum gleichen Zeitpunkt Ersatzfahrzeuge haben wollte. Das traf auch die Wiest Group in Darmstadt – und war für das Unternehmen gleichzeitig der Anlass, in der Ersatzmobilität einen anderen Weg als bisher einzuschlagen.

Bis dahin verfügte Wiest mit seinen fünf Betrieben über einen Fuhrpark von knapp 120 eigenen Fahrzeugen. Das ist nicht wenig. „Unser eigenes Mietwagenkontingent war in dieser Situation trotzdem schnell aufgebraucht“, erinnert sich Ulf Büning-Pfaue, Leiter Service Gesamt der Gruppe. Deswegen nahm der Händler Kontakt zum Vermieter Enterprise auf, um sich für die Ersatzmobilität von Kunden zusätzliche Fahrzeuge zu sichern. Damit begann für den Händler auch ein Wandel.