Gebrauchtwagen Was hinter Renaults Label Renew steckt

Von Yvonne Simon 6 min Lesedauer

Unter dem Namen Renew betreibt Renault sein noch recht junges Gebrauchtwagenprogramm, einen Online-Marktplatz sowie eine Aufbereitungs-„Fabrik“ in Duisburg. Welche Ziele der Hersteller damit verfolgt und warum das Label auch für Fremdfabrikate offen ist, haben wir uns vor Ort erklären lassen.

In der „Renew Factory“ in Duisburg bereitet Renault Gebrauchtwagen nach einer 150-Punkte-Checkliste auf.(Bild:  Simon – VCG)
In der „Renew Factory“ in Duisburg bereitet Renault Gebrauchtwagen nach einer 150-Punkte-Checkliste auf.
(Bild: Simon – VCG)

Am Ende der Aufbereitung blitzt der silberne Renault Austral wie neu. Fabian Rangol läuft einmal um das SUV, das in Renaults „Renew Factory“ in Duisburg (s. Kasten am Text-Ende) gerade auf Hochglanz poliert wurde, und nickt anerkennend. „Den werden wir unter dem Label Renew Gold vermarkten“, sagt der Manager. Rangol verantwortet bei Renault Deutschland das Gebrauchtwagengeschäft. Und Renew ist das noch relativ junge Gebrauchtwagenprogramm und -label des Herstellers.

Mit dem Programm, das Renault seit 2024 ausrollt, will der Hersteller möglichst breite Käuferschichten ansprechen. „Wir denken in Zielgruppen“, betont Rangol. Deshalb umfasst das Label drei Stufen und bezieht bis zu zwölf Jahre alte Fahrzeuge mit bis zu 200.000 Kilometern auf dem Tacho ein. Jüngere Gebrauchte wie der eingangs erwähnte Austral erhalten das Gold-Label, wenn sie bis zu fünf Jahre alt sind und nicht mehr als 80.000 Kilometer auf dem Tacho haben. Die älteren Fahrzeuge vermarktet Renault unter dem Label „Renew Start“. Für Elektroautos gibt es das eigene Label „Renew Electric“.