Die großen Autohändler Deutschlands 2023 Wellergruppe – Chinamarken sind Muss

Von Julia Mauritz 8 min Lesedauer

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MG ist das erste China-Fabrikat, das die Berliner Autohausgruppe 2023 in ihr Portfolio aufgenommen hat. Und es ist wohl nicht das letzte. Mit dem klaren Ziel vor Augen, die Stückzahlen deutlich zu steigern, schlägt die Wellergruppe neue Wege ein.

In Osnabrück betreibt die Wellergruppe seit diesem Jahr ihren City-Store Wellergarage. (Bild:  Wellergruppe)
In Osnabrück betreibt die Wellergruppe seit diesem Jahr ihren City-Store Wellergarage.
(Bild: Wellergruppe)

Noch mehr Fabrikate? Nein, danke – das war jahrelang die Devise von Burkhard Weller. Händlerkollegen mit einem großen Markensammelsurium beäugte er immer eher kritisch. Mittlerweile sieht der geschäftsführende Gesellschafter der Berliner Autohausgruppe die Dinge etwas anders: „Wir sind jahrelang mit unseren angestammten Marken gewachsen. Inzwischen sind wir offen für neue Fabrikate – sofern sie zu uns passen und die Investitionen überschaubar sind. Wir werden nicht neu für einen Hersteller bauen“, unterstreicht der Unternehmer.

Mit MG hatte die Wellergruppe in diesem Jahr erstmals eine chinesische Marke in ihr Portfolio aufgenommen. Und Burkhard Weller klingt geradezu euphorisch, wenn er über deren Start spricht: „MG ist der Hammer. Die Marke ist hervorragend angelaufen, da sie preislich hochgradig interessant ist. Wir bekommen die Leads vorwiegend online zugespielt und es gelingt uns zu einem großen Teil, sie in Kaufverträge umzuwandeln.“ Vertrieben wird MG sowohl über die Autohaus-Brand B&K als auch über Autoweller-Betriebe. Aktuell ist die Handelsgruppe in Hamm, Bad Homburg und Herford MG-Agent. Doch es steht schon fest, dass weitere Standorte folgen werden. „Es war für uns eine glückliche Fügung, dass MG die Händlerverträge gekündigt hat“, bemerkt der Unternehmer.